Steuern: Das Finanzamt lauert fast überall

Von Dividenden und Zinsen aus dem Ausland wird Anlegern häufig Quellensteuer oder EU-Zinssteuer abgezogen. Diese wird ganz oder teilweise mit der Abgeltungsteuer in Deutschland verrechnet.

Auf der Internetseite des Bundeszentralamtes für Steuern (www.bzst.de) finden Anleger Formulare, um sich zu viel gezahlte Quellensteuer von ausländischen Steuerbehörden zurückzuholen – oder sich vorab von der Quellensteuer zu befreien. Zu viel gezahlte EU-Zinssteuer, zum Beispiel für Zinsanlagen in der Schweiz, können sich Anleger über die Steuererklärung vom deutschen Finanzamt wiederholen (Punkt „anzurechnende Quellen­steuern nach der ZIV“).

Währungsgewinne werden unterschiedlich besteuert:

  • Stammen sie aus ausländischen Wertpapieren, gilt die Abgeltungsteuer.
  • Währungsgewinne aus unverzinsten Fremdwährungskonten sind bei Verkäufen nach der Spekulationsfrist von einem Jahr steuerfrei. Ansonsten fällt Einkommensteuer an.
  • Bei verzinsten Fremdwährungskonten sind die Wechselkursgewinne erst nach zehn Jahren steuerfrei.

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