Anlagen im Risikocheck: So sicher ist Ihr Geld

Tagesgeld, Festgeld, Sparbuch

Bankeinlagen bei deutschen Banken sind durch die verschiedenen Einlagensicherungssysteme in Deutschland gesichert (siehe Einlagensicherung). Außerdem hat die Bundesregierung Anfang Oktober eine Staatsgarantie für Kunden­einlagen abgegeben. Wer Tages- oder Festgeld bei ausländischen Banken anlegt, sollte deren Sicherungsgrenzen beachten.

Aktien

Aktien und Aktienfonds sind von den Turbulenzen an den Börsen direkt betroffen. Die stärksten Verluste erleiden zurzeit Aktien der Finanzbranche. ­Anleger, die breitstreuende Aktienfonds haben, sollten jetzt aber nicht überstürzt verkaufen. Wer in der ­Finanzbranche investiert hat, sollte je nach Sicherheitsbedürfnis die Reißleine ziehen, um sich vor möglichen weiteren Verlusten zu schützen. Risikofreudige Anleger nutzen Abwärts­phasen zum Einstieg. Vorsicht! Das kann auch schiefgehen.

Fonds

Fonds sind Sondervermögen und als solche vor einer Pleite der Fondsgesellschaft oder der dahinterstehenden Bank geschützt. Der Preis der Fondsanteile kann allerdings fallen, wenn die Kurse der Wertpapiere in dem Fonds­portfolio fallen. Das ist zum Beispiel bei Aktienfonds der Fall, aber auch bei Rentenfonds, die sogenannte ABS-Papiere oder ähnliche Papiere kaufen, hinter denen Immobilienkredite oder andere Darlehensgeschäfte stecken.

Anleihen

Der Käufer einer Anleihe oder Inhaberschuldverschreibung gibt dem Herausgeber der Anleihe einen Kredit. Wird der Herausgeber, der sogenannte Emittent, zahlungsunfähig, kann der Anleger sein Geld ganz oder teilweise verlieren. Im Fall einer Bankenpleite sind Anleihen nicht vom Einlagensicherungsfonds abgedeckt. In Krisenzeiten sind vor allem Anleihen guter Schuldner gefragt, wie etwa Bundeswertpapiere. Dagegen gelten viele Unternehmensanleihen als weniger sicher, wenn sich die Konjunkturaussichten verschlechtern.

Zertifikate

Zertifikate sind Anleihen. Der Einlagensicherungsfonds sichert diese Papiere nicht ab. Für Anleger, die Zertifikate kaufen, gilt wie für Anleihekäufer: Sie sollten ihr Geld gut verteilen und nicht nur Papiere eines einzigen Emittenten kaufen. Sie sollten außerdem keinesfalls ihr gesamtes Geld in Zertifikate stecken. Je nach der Funktionsweise der Papiere können Zertifikate auch weitere Risiken enthalten, beispiels­weise ein Kursrisiko von Aktien.

Riester-Rente

Für alle Riester-Verträge gilt eine gesetzlich verordnete Garantie. Bei Rentenbeginn muss das eingezahlte Geld inklusive Zulagen vorhanden sein. Das gilt auch für Riester-Fonds. Sie können während der Laufzeit ins Minus rutschen, Verluste zu Rentenbeginn brauchen Anleger aber nicht zu befürchten.

Lebens- und Rentenversicherungen

Lebens- und Rentenversicherungen sind unterschiedlich betroffen, je nachdem, ob es sich um herkömmliche oder fondsgebundene Verträge handelt. Das Geld für herkömmliche Versicherungen wird nach strengen Regeln angelegt. Es gibt einen garantierten Mindestzins von derzeit 2,25 Prozent auf den Sparanteil, das ist der Beitrag nach Abzug der Kosten. Dazu kommen oft Überschüsse. Sie können sinken – zumal, wenn die Krise lange anhält. Bei fondsgebundenen Versicherungen hängt die Rendite davon ab, wie viel vom Beitrag in Fonds fließt und wie diese sich entwickeln. Hier kann es auch zu Verlusten kommen. Sollte eine Versicherungsgesellschaft pleitegehen, springt die Sicherungs­einrichtung Protektor ein.

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