Checkliste: Gut vorbereiten und Angebot prüfen

Die Beratung

  • Nehmen Sie immer eine zweite Person zur Beratung mit. Dann haben Sie im Schadensfall einen Zeugen.
  • Lassen Sie sich alle wichtigen Details schriftlich geben, damit Sie im Schadensfall keine Beweisschwierigkeiten bekommen. Dazu gehören die Beschreibung des Risikos, der Laufzeit, der Kündigungsmöglichkeiten und die Höhe der Kosten der Anlage. Denn investiert wird nur, was nach Abzug der Kosten von Ihrem Geld übrig bleibt.
  • Lassen Sie sich vom Berater bestätigen, dass er eine Vermögenshaftpflichtversicherung hat. Falls er Sie falsch beraten hat, tritt dann die Versicherung für Ihren Schaden ein.
  • Achten Sie darauf, dass Ihnen der Berater alle Unterlagen zu einer Kapitalanlage aushändigt. Unterschreiben Sie nichts gleich am Tag der Beratung. Lassen Sie sich Zeit und prüfen Sie das Angebot in aller Ruhe. Drängt der Berater auf eine Unterschrift, ist das Angebot häufig unseriös.
  • Lesen Sie unbedingt die Risikohinweise im Anlageprospekt.

Der Anbieter

  • Schauen Sie in der Finanztest-Warnliste nach, ob der Anbieter einer Kapitalanlage schon mal negativ aufgefallen ist. Fragen Sie bei Ihrer Verbraucherzentrale nach, ob die Anlagefirma dort bekannt ist.
  • Befindet sich der Geschäftssitz der Anlagefirma im Ausland, ist es im Schadensfall oft kompliziert und teuer, dort Schadenersatzansprüche durchzusetzen.

Das Angebot

  • Auch wenn Ihnen das Geldanlageangebot Ihres Finanzberaters lukrativ erscheint, sollten Sie es von einer zweiten, unabhängigen Instanz überprüfen lassen. Das kann die örtliche Verbraucherzentrale, ein unabhängiger Honorarberater oder ein Steuerberater tun. Sinnvoll ist es auch, sich Vergleichsangebote anderer Anbieter anzusehen.
  • Schließen Sie keine langjährigen risikobehafteten Geldanlagen mit ungewissem Ertrag ab. Es sei denn, Sie brauchen das Geld zu Lebzeiten nicht und die Steuervorteile sind so hoch, dass sich die Anlage auf jeden Fall rentiert.

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