Finanzberatung Special

Immer wieder drängen Finanzberater älteren Menschen riskante Unter­nehmens­beteiligungen auf. Finanztest zeigt, wie die Berater die Unwissenheit ihrer betagten Kunden ausnutzen – aber auch, wie Senioren sich wehren können. Wir erklären, wo sich ältere Menschen unabhängig beraten lassen können, bevor sie Geld anlegen – und welche Vorsichts­maßnahmen sie treffen können, wenn sie fürchten, ihre Geschäfts­fähig­keit zu verlieren.

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SpecialFinanzberatung14.10.2016
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Satte Provisionen für die Bank

Eine Bank-Filiale im Alters­heim, direkt vor der Tür? Das finden viele Senioren praktisch. Doch was bequem ist, muss nicht unbe­dingt zum Vorteil der Heimbe­wohner sein. So verkaufte eine Beraterin der Commerz­bank einem 78-Jährigen riskante Schiffs­beteiligungen zur lang­fristigen Anlage, obwohl sie wusste, dass er sein Geld in Kürze für die Pflege benötigte. Das passte zwar nicht zu den Wünschen des alten Herrn, brachte der Bank aber eine satte Provision ein. Der Fall landete vor Gericht.

[Update 2.11.2016] Die Commerz­bank hat uns mitgeteilt, dass sie den Verkauf von geschlossenen Fonds an Privat­anleger zum 1. Oktober 2016 einge­stellt hat. Details siehe Meldung Commerzbank: „Verkauf geschlossener Fonds eingestellt“. [Ende Update]

Oft erleben Alte das Fondsende nicht

Beteiligungen an Schiffen, Immobilien, Umwelt- und Medienfonds bescherten Anlegern in der Vergangenheit Milliarden­verluste, wie eine Unter­suchung von Finanztest aus dem Jahr 2015 belegt (Geschlossene Fonds: Die schlimme Bilanz einer Branche). Doch von den Verlusten erfahren viele Senioren gar nichts, weil sie das Ende ihrer Beteiligung nicht mehr erleben. Immer wieder berichten uns Leser auch von Fällen, bei denen Berater das Vertrauen Älterer ausnutzen und ihnen mit falschen Versprechen viel zu riskante Finanz­produkte verkaufen. Das geht, weil die Berater nur selten Ärger bekommen. Je älter Anleger sind, desto weniger fühlen sie sich den zumeist nerven­aufreibenden Schaden­ersatz­prozessen gewachsen. Dabei lohnt es sich Gegen­wehr zu leisten, wie unsere Recherchen zeigen.

Das bietet der Finanztest-Artikel

Unsere zahlreichen Fall­beispiele zeigen, wie Provisionen verschwiegen, Risiken verschleiert und Anleger falsch beraten werden. Und wie Betroffene juristisch dagegen vorgehen können. Doch am besten ist es, wenn es gar nicht erst soweit kommt. Im Interview mit Finanztest erklärt Leif Aertel, wie man sich vor Verträgen schützt, deren Inhalt und Folgen man nicht mehr voll­ständig über­blicken kann. Der Fach­anwalt für Sozialrecht sagt, wie Angehörige verhindern können, dass Demenz­kranke Verträge abschließen, und welche Vorsichts­maßnahmen Senioren treffen können, wenn sie fürchten, ihre Geschäfts­fähig­keit zu verlieren. Zu konkreten Geld­anlage­angeboten beraten die Verbraucherzentralen. Unsere Tabelle zeigt, wie Sie einen Termin vereinbaren und was eine Rechts­beratung in Anla­gefragen bei einer der 16 Verbraucherzentralen ungefähr kostet. Und schließ­lich erklärt unser Podcast, wie geschlossene Immobilienfonds eigentlich funk­tionieren.

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