Finanz­aufsicht Meldung

Erst­mals will die Bundes­anstalt für Finanz­dienst­leistungs­aufsicht (Bafin) ein Finanz­produkt für Privat­anleger komplett verbieten, die Bonitäts­anleihen. Bei diesen müssen Anleger zwei mögliche Ausfall­risiken im Blick haben: Nicht nur die heraus­gebende Bank könnte pleite­gehen, sondern auch das Unternehmen, auf das sich die Bonitäts­anleihe bezieht.

Bafin: Papier über­fordert Privat­anleger

Die Bafin begründet das geplante Verbot mit dem Anleger­schutz. Privat­anleger seien damit über­fordert, einzuschätzen, „wie groß die Wahr­scheinlich­keit für die Rück­zahlung des Anla­gebetrags ist und ob die Über­nahme des Kreditrisikos durch die Höhe des Zins­versprechens adäquat vergütet wird“.

Anleger als Versicherungs­geber

Außerdem könne der Begriff Bonitäts­anleihe falsche Erwartungen wecken. Es handelt sich nämlich nicht um klassische Zins­papiere, sondern um spezielle Zertifikate, bei denen der Anleger eher in die Rolle eines Versicherungs­gebers trete.

Anbieter können sich bis Anfang September äußern

Anbieter von Bonitäts­anleihen – den größten Markt­anteil haben die LBBW und die Deka­bank – können bis Anfang September 2016 zum Bafin-Entwurf Stellung nehmen.

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