Filmfonds Meldung

Mr. Bean braucht keine Fonds. Anleger sollten lieber ins Kino gehen als in einen Filmfonds zu investieren.

Prospekte für geschlossene Filmfonds müssen eindeutig darauf hinweisen, dass Anleger mit der Geldanlage einen Totalverlust erleiden können. Sonst ist der Prospekt fehlerhaft. Dies geht aus einem Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) hervor (Az. III ZR 185/05). Für Anleger steigen durch dieses Urteil die Chancen, Schadenersatz zu erstreiten.

Im vorliegenden Fall zeichneten Anleger im Herbst 2000 Fondsanteile für rund 50 000 Euro an dem geschlossenen Fonds Vif Babelsberger Filmproduktion GmbH & Co Dritte KG. Der Fonds geriet 2002 in eine wirtschaftliche Schieflage. Die im Prospekt versprochene Erlösausfallversicherung war gar nicht abgeschlossen worden. Die Anleger klagten wegen Fehlern im Prospekt auf die Rückzahlung ihrer Zeichnungssumme. Ob sie Schadenersatz erhalten, muss nun erneut das Oberlandesgericht München entscheiden.

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