Die Ing Leasing GmbH ist für den fehlerhaften Prospekt des Babelsberger Filmfonds Vif 3. KG verantwortlich. Das hat der Bundesgerichtshof (BGH) entschieden und Klagen von 11 geschädigten Anlegern des Fonds zur erneuten Verhandlung an das Berufungsgericht zurückverwiesen. Anders als die Vorinstanzen urteilte der BGH, dass die Ing Leasing entweder als Mitinitiatorin, als Hintermann oder wegen unerlaubter Handlung für Prospektmängel haften muss.

Außerdem muss die Prospektprüferin Deloitte & Touche GmbH Schadenersatz an Anleger zahlen, die das Prüfgutachten zur Grundlage ihrer Anlageentscheidung gemacht haben.

Deloitte & Touche müsse haften, weil das Prospektgutachten nicht erkannt habe, dass das Risiko des Totalverlustes verharmlost wurde. Allerdings müsse sie nur Anlegern Schadenersatz zahlen, die das Gutachten vor Vertragsschluss oder vor Ablauf der 14-tägigen Widerrufsfrist erhalten haben. Anleger des Filmfonds haben nach Angaben von Katja Fohrer von der Münchener Kanzlei Mattil & Kollegen – anders als im Prospekt dargestellt – tatsächlich nur 3 Prozent ihrer Einlage zurückerhalten.

  • Der Filmfonds Vif 3. KG steht auf der Warnliste.

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