Fieber­thermo­meter im Test

Richtig Fieber messen

25.08.2021

Wer Fieber­thermo­meter falsch benutzt, kann ungenaue Mess­werte erzielen. test.de erklärt, wie Sie mit welchem Thermo­meter richtig Fieber messen, und welche Mess­art am genauesten ist.

Fieber­thermo­meter im Test Testergebnisse für 20 Fieber­thermo­meter 09/2021

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Inhalt

Vor dem Messen akklimatisieren

Wer draußen in der Kälte unterwegs war oder vom Sport erhitzt ist, sollte unbe­dingt eine halbe Stunde mit dem Fieber­messen warten. So kann sich der Körper bei Raum­temperatur akklimatisieren. Nachts ist die Körpertemperatur übrigens nied­riger als am Tag und am späten Nach­mittag höher als morgens.

Messung im After

Mit einem digitalen Kontakt­thermo­meter – auch Stab­thermo­meter genannt – lassen sich, im Po gemessen, die genauesten Werte ermitteln. Diese Art der Messung kann aber für Klein­kinder unangenehm sein. Damit das Thermo­meter besser rutscht, dünn mit einer fett­haltigen Creme bestreichen. Es reicht, nur die Mess­spitze einzuführen, also ein bis zwei Zenti­meter. Wichtig: Hände und Thermo­meter nach dem Messen gründlich mit einem weichen Tuch und Desinfektions­mittel reinigen, da sich im After Krank­heits­erreger befinden können.

Messung im Mund

Fieber­thermo­meter im Test - Testsieger ab 6 Euro
Messen im Mund. Das Thermo­meter wird unter der Zunge rechts oder links weit nach hinten geführt. © Axel Kock

Im Mund können mit einem Stab­thermo­meter verläss­liche Mess­werte erzielt werden. Dazu das Fieber­mess­gerät erst gut reinigen und dann unter der Zunge weit nach hinten führen. Dann den Mund schließen.

Vorn im Mund ist die Temperatur zu kühl für ein zuver­lässiges Mess­ergebnis. Heiße oder kalte Speisen, die direkt vor dem Fieber­messen verzehrt wurden, können die Resultate verfälschen.

Messung unter der Achsel

Bei dieser Methode wird das Stab­thermo­meter unter die Achsel geschoben und der Arm eng am Körper gehalten. Still­halten ist wichtig, denn durch Bewegungen können die gemessenen Werte von der tatsäch­lichen Körperkern­temperatur abweichen. Aufgrund der oft zu ungenauen Ergeb­nisse raten Fachleute von dieser Mess­art ab.

Messung im Ohr

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Messen im Ohr. Um die Wärmestrahlung des Trommelfells „einzufangen“, das Ohr leicht nach hinten oben ziehen. © Axel Kock

Im Ohr lässt sich die Temperatur gut ermitteln. Die Temperatur liegt dort wegen der Nähe zum Blut­kreis­lauf des Gehirns nahe bei der tatsäch­lichen Körperkern­temperatur. Das Messen klappt jedoch nur, wenn der Sensor an der Mess­spitze die Wärmestrahlen des Trommelfells erfassen kann, aus denen dann die Körpertemperatur ermittelt wird. Ein leichtes Ziehen des Ohrs nach hinten oben begradigt den Gehörgang und verschafft so „freie Sicht“ aufs Trommelfell.

Messung an der Stirn

Mit einem Stirn­thermo­meter zu messen ist einfacher als die Messung im Ohr: Der Mess­sensor berührt die Haut direkt, bei kontaktlosen Infrarot­thermo­metern wird er in zwei, drei Zenti­metern Entfernung vor die Stirn gehalten. So fängt das Thermo­meter die abge­strahlte Körperwärme ein. Schweiß oder Schmutz auf der Haut beein­flussen die Strahlung und können das Resultat verzerren. Am besten ist es, auf trockener Haut zu messen.

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Test Fieber­thermo­meter im Test

25.08.2021

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