Die Feuerwehr darf bei einem Alarm in ein Haus einbrechen und dabei auch Fenster einschlagen oder Türen aufbrechen. Selbst wenn es sich bei dem Warn­signal eines Rauchmelders nur um einen Fehl­alarm handelt, hat der Haus­besitzer keinen Anspruch auf Schaden­ersatz, urteilte das Land­gericht Heidel­berg (Az. 1 O 98/13). Nach­barn hatten die Feuerwehr gerufen, als aus einem Haus ein Brand­alarm ertönte. Die Feuerwehr­leute schoben einen Roll­laden hoch und drangen in das Gebäude ein. Ertönt ein Alarm, ist es nämlich ihre Pflicht, dem nach­zugehen und zu handeln. Einen über­mäßigen Schaden haben sie in diesem Fall nicht ange­richtet, befand das Gericht. Die Reparatur­kosten von 1 600 Euro muss der Haus­besitzer deshalb selbst zahlen.

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