Feuer löschen Test

Wenn es zu Hause brennt, lautet der wichtigste Rat: 112 anrufen und sich selbst und andere in Sicherheit bringen. Sofern gefahr­los möglich, lassen sich kleine Brände zusätzlich auch selbst bekämpfen. Wir haben Feuerlöscher, Sprays und Lösch­decken ausprobiert und fest­gestellt: Ein Lösch­gerät, das sich für alle Einsatz­zwecke perfekt eignet und auch für Laien leicht hand­habbar ist, gibt es nicht. test.de sagt, welche Mittel wofür taugen und worauf Sie bei der Brandbekämpfung achten müssen.

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TestFeuer löschentest 01/2018
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Im Vergleich: Feuerlöscher, Sprays und Decken

Welche Arten von Lösch­geräten eignen sich, um kleine, entstehende Brände in Wohn­räumen zu bekämpfen? Um diese Frage zu beant­worten, mussten zahlreiche Advents­kränze, Kabeltrommeln und Vorhänge sowie etliche Liter Speiseöl in Flammen aufgehen. Unser Prüfer bekämpfte die Brände mit Wasser-, Schaum- und Pulverlöschern, sowie mit Sprays und mit Decken.

Das bietet der Test Feuerlöscher

Lösch­mittel im Vergleich. Unsere Tabelle zeigt im Über­blick, wie Schaum­löscher, Wasser­löscher, Lösch­sprays, Pulverlöscher und Lösch­decken in der Praxis funk­tionieren, und nennt entsprechende Produkte, die wir exemplarisch geprüft haben.

Kauf­tipps. Wir erklären, was sich hinter den großen Buch­staben verbirgt, mit denen Lösch­mittel gekenn­zeichnet sind („Brand­klassen“), und sagen, für welche Lösch­kraft sie stehen.

Video. Wir haben die praktischen Unter­suchungen unseres Testers mit der Kamera begleitet. Unser Video zeigt eindrück­lich, wie die einzelnen Löscher­typen in der Praxis funk­tionieren – und warum man Fett­brände nie mit Wasser löschen darf.

Heft-Artikel. Wenn Sie das Thema frei­schalten, erhalten Sie auch Zugriff auf das PDF zum Artikel aus test 1/2018.

Oft reichen zum Löschen wenige Sekunden

Erfreuliches Ergebnis der Prüfungen: Lösch­versuche lohnen sich. In den Praxis­tests benötigte der Prüfer oft nur etwa 10 Sekunden, um die Brände erfolg­reich zu löschen. Das gelang ihm zum Beispiel mit Wasser- oder Schaum­löschern mit 6 Liter Inhalt. Sie boten oben­drein größere Lösch­reserven. Als praktisch erwiesen sich Lösch­sprays.

Mit Risiken und Neben­wirkungen

Pulverlöscher werden im Handel oft relativ preisgünstig angeboten. Dennoch ist die Anschaffung für Wohn­räume nicht zu empfehlen: Beim Einsatz kann es zu starker Sicht­behin­derung durch das feine Pulver kommen. Außerdem verschmutzt das Pulver die Wohnung. Auch Lösch­decken sind zwar preisgünstig, aber nicht zu empfehlen, wenn Laien die Brandbekämpfung in Wohn­räumen selbst in die Hand nehmen. Der Grund: Im Gegen­satz zu den anderen Lösch­geräten erzwingen die Lösch­decken gefähr­liches Annähern an den Brandherd.

Übrigens: Am besten ist es natürlich, einen Brand erst gar nicht entstehen zu lassen. Ein guter Rauchmelder warnt recht­zeitig. Welche Modelle am zuver­lässigsten sind, zeigt unser Rauchmelder-Test.

Keine Angst vorm Hebeldrücken

Wer noch nie einen Löscher betätigt hat, könnte sich sorgen, dass es im Ernst­fall miss­lingt. Solche Ängste sind unbe­gründet, zeigt der Test. Oft reicht es, den Sicherungs­stift zu ziehen – und schon kanns losgehen bei Modellen, die dauer­haft unter Druck stehen. Bei einem anderen Funkti­ons­prin­zip ist zusätzlich zum Beispiel ein Schlag auf den Löscher-„Kopf“ notwendig, um im Innern das Treibgas frei­zusetzen. Keine Bange: Das Lösch­mittel entweicht nach dem Scharfmachen nicht schlag­artig. Es beginnt erst zu sprühen, wenn der Nutzer den Dosierhebel drückt. Noch einfacher lassen sich die Lösch­sprays bedienen – der Knopf­druck funk­tioniert wie bei einem Deospray.

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