Trocknen - So schnell wie möglich: Tipps

Feuchte Keller Meldung
  • Sofort handeln. Bekämpfen Sie Wasser im Haus schnell, denn mit der Zeit werden die Schäden größer. Nach dem Abpumpen und Aufwischen den Raum möglichst vollständig ausräumen. Feuchte Wandverkleidungen und Bodenbeläge entfernen, entsorgen oder etwa auf dem Dachboden trocknen.
  • Heizen und lüften. Kleine durchnässte Bereiche lassen sich mit Heizlüftern oder -strahlern austrocknen – in Kombination mit richtiger Lüftung. Optimal: stündliches Stoßlüften mit Durchzug.
  • Trocknungsgeräte. Leihen Sie sich für größere Wasserschäden professionelle Trocknungsgeräte aus. Energiesparend arbeiten Kondensationstrockner: An einer gekühlten Fläche kondensiert die Luftfeuchtigkeit und fließt in einen Behälter. Gezieltes Beheizen feuchter Stellen kann den Prozess unterstützen.
  • Problemzonen. Um zum Beispiel die voll gesogene Dämmschicht unterm Estrich trockenzulegen, ist oft Anbohren sowie Öffnen der Randstreifen erforderlich. Dann muss vorgetrocknete Luft durch den feuchten Bereich gepresst werden. Adsorptionstrockner, bei denen ein Granulat die Luftfeuchtigkeit bindet, trocknen besonders wirksam. Da das Granulat wieder mit Hitze getrocknet werden muss, hängt der Energieverbrauch davon ab, wie viel warme Feuchtluft ins Freie entweicht.
  • Vergleichen. Wer Trocknungsgeräte ausleiht oder Firmen beauftragt, sollte unbedingt Kosten- und Leistungsvergleiche einholen (inklusive Energiekosten). Die Verbraucherzentrale Thüringen empfiehlt Verträge mit laufzeitunabhängiger Festpreisvereinbarung.
  • Erfolgskontrolle. Überprüfen Sie mit einem Hygrometer die Luftfeuchtigkeit (auch in Wandnähe). Wünschenswert sind 40 bis maximal 60 Prozent.
  • Expertenrat. In Zweifelsfällen immer den Rat von Sachverständigen hinzuziehen. Vor allem wenn die Feuchtigkeit zum Dauerproblem wird, muss nach den Ursachen gesucht werden. Die Verbraucherberatung kann helfen. Infos auch unter www.kompetenzzentrum-hochwasserschaedenangebaeuden.de.
  • Nachsorge. Je tiefer das Wasser in Materialien eingedrungen ist, desto länger dauert die Trocknung. Verstärktes Lüften kann noch monatelang erforderlich sein. Und auch danach ist Stoßlüftung ein Muss (drei- bis viermal täglich etwa fünf Minuten Durchzug)!
  • Heizen. Wenn Ihr Keller immer etwas feuchteanfällig ist, kann eine geringfügige Beheizung sinnvoll sein. Optimal dafür geeignet ist die kostenlose Überschusswärme einer Solaranlage.
  • Schimmelpilze. Sofort bekämpfen (zum Beispiel mit Alkohol), damit die Sporen nicht durch die Luft verbreitet werden. Die abgetöteten Pilzreste am besten mit einem alten Lappen abwischen, den Sie dann entsorgen sollten.

Dieser Artikel ist hilfreich. 1246 Nutzer finden das hilfreich.