Fett­leber Auch Zucker und Fett sind Übel­täter

Fett­leber - Auch Zucker und Fett sind Übel­täter
Lieber maßvoll. Zu viel Süßes kann die Leber schädigen – bis hin zur Zirrhose. © StockFood / Franziska Taube

Chro­nische Leber­erkrankungen bringen viele nur mit über­mäßigem Konsum von Wein, Bier oder Schnaps in Verbindung. Dass sie auch Folge von zu viel Fett und Zucker sein können, wissen nur wenige. Bis zu einem Viertel der Europäer leidet an einer Fett­leber der „nicht­alkoholischen“ Form – verursacht durch ein Über­maß an zugesetztem Zucker, etwa aus Soft­drinks und Süßem, oder gesättigten Fett­säuren aus Fleisch.

Leber kann den Körper nicht mehr richtig entgiften

Durch die erhöhte Energiezufuhr lagert die Leber zu viel Fett ein. Es kommt zu Störungen beim Ab- und Umbau von Fett. Mögliche Folge: Die Leber entzündet sich, kann den Körper nicht mehr richtig entgiften. Das kann in einer Leber­zirrhose enden.

Nicht nur Diabetiker betroffen

Oft sind Betroffene Diabetiker und überge­wichtig, aber nicht immer. Viele haben keine Beschwerden. Ein Bluttest kann Hinweise auf eine Fett­leber geben. Früh­zeitig erkannt, kann sie sich durch gesunde Ernährung zurück­bilden.

Tipp: Ernähren Sie sich leberfreundlich: Limo, Süßes, Fleisch nur in Maßen, statt­dessen Voll­korn, Gemüse, Obst. Frucht­zucker in Obst schadet nicht.

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tobias2 am 15.06.2018 um 18:15 Uhr
Zugesetzter Zucker

Ihr schreibt "verursacht durch ein Über­maß an zugesetztem Zucker, etwa aus Soft­drinks und Süßem, oder [...]".
Mich würde interessieren, wo der Unterschied zwischen zugesetztem und nichtzugesetztem Zucker liegt.
Ob ich jetzt einen Apfel mit 10 Gramm Zucker esse, oder einen mit 5 Gramm, auf den ich nochmal 5 Gramm drüberstreue, in beiden Fällen landet 10 Gramm Zucker in meinem Körper. Und wenn der zugesetzte Zucker Fruchtzucker ist, dann ist er chemisch identisch mit dem natürlich vorhanden Zucker, sprich für den Körper nicht unterscheidbar.