Mehr als die Hälfte der Deutschen sind überge­wichtig, rund sechs Millionen Männer und Frauen leiden an Diabetes – Tendenz steigend. Um dieser Entwick­lung entgegen­zuwirken, fordern Diabetes­verbände die Einführung einer Fett- und Zucker­steuer. Mit der Abgabe auf fettige und süße Lebens­mittel wollen sie die Deutschen zu einem gesünderen Essverhalten erziehen. Verbraucher­schutz­ministerin Ilse Aigner lehnt eine „Strafsteuer für vermeintlich ungesunde Lebens­mittel“ ab. Andere haben es auf einen Versuch ankommen lassen: Als erstes Land der Welt hat Dänemark im Jahr 2011 eine Fett­steuer einge­führt. 16 Kronen, umge­rechnet rund 2,15 Euro, pro Kilogramm gesättigter Fett­säuren in Lebens­mitteln veranschlagte die dänische Regierung. Allerdings erfolg­los: Statt ihre Essgewohn­heiten zu ändern, kauf­ten viele Dänen günstig im Ausland ein. Bereits im November 2012 hat die dänische Regierung die Steuer wieder abge­schafft. Die deutschen Diabetes­verbände fordern die Fett- und Zucker­steuer im Rahmen ihrer Kampagne „Diabetes stoppen – jetzt!“.

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