Spar­brief, Fest­geld und Co. kurz erklärt

Banken bieten lang­laufende Fest­zins­anlagen mit unterschiedlichen Namen an. Zudem unterscheiden sich die Angebote in einigen Details:

Spar­briefe

Spar­briefe sind Wert­papiere, die Banken und Sparkassen heraus­geben. Sparer müssen sie üblicher­weise am Laufzeit­ende nicht kündigen. Es gibt drei Varianten: Spar­briefe mit jähr­licher Zins­zahlung sowie auf- und abge­zinste Spar­briefe. Spar­briefe mit jähr­licher Zins­zahlung schütten die Zinsen meist nach Ablauf eines Lauf­zeit­jahres an den Kunden aus. Eine Anlage der Zinsen erfolgt meist nicht.
Auf- und abge­zinste Spar­briefe sammeln die Zinsen über mehrere Jahre an und zahlen sie am Ende der Lauf­zeit zusammen mit dem angelegten Kapital zurück. Da die Zinsen dann üblicher­weise in einer Summe steuer­pflichtig sind, eignen sich diese Varianten nicht für jedermann. Viele Kredit­institute bieten mehrere Spar­brief­varianten an. Der Produktfinder berück­sichtigt nur Angebote mit steuerlich jähr­lichen Zins­erträgen.

Lang­fristige Fest­gelder

Banken bieten Fest­gelder häufig nur für Lauf­zeiten bis zu einem Jahr an. Der vereinbarte Zins wird hier am Ende der fest­gelegten Lauf­zeit gezahlt. Sparer müssen Fest­gelder üblicher­weise einige Tage vor Fälligkeit kündigen. Anderenfalls kann es passieren, dass die Bank oder Sparkasse das Geld zu aktuellen Konditionen für die gleiche Lauf­zeit noch einmal anlegt.
Immer mehr Kredit­institute bieten auch mehr­jährige Fest­zins­anlagen unter der Bezeichnung „Fest­geld“ an. Die Zinsen werden hier entweder jähr­lich ausgezahlt oder dem Fest­geld­konto gutgeschrieben und im nächsten Jahr mitverzinst (Zinseszins­effekt). Diese Variante ist unter dem Gesichts­punkt des Vermögens­aufbaus attraktiver, da Anleger sich nicht um die Wieder­anlage der Zinsen kümmern müssen. Der Produktfinder berück­sichtigt auch hier nur Angebote, bei denen die Zinsen steuerlich jähr­lich zufließen. Entsprechende Angebote sind im Produktfinder mit einer Fußnote versehen.
Achtung: Sie sollten unbe­dingt vor Abschluss erfragen, ob der Zins­zufluss tatsäch­lich jähr­lich erfolgt. Es gibt einige Anbieter, die den ausgewiesenen Nominalzins ohne Zinseszins­effekt erst am Ende der Lauf­zeit zahlen. Bei mehr­jähriger Anlage ist der effektive Zins beziehungs­weise die Rendite pro Jahr dann deutlich nied­riger. Die Stiftung Warentest hält diese Angebote für unseriös, weil sie dem Kunden eine höhere Ertrags­kraft vortäuschen, als die Anlage tatsäch­lich besitzt. Der Produktfinder enthält daher nur Angebote, bei denen der Zins­zufluss in Form einer Ausschüttung oder Gutschrift jähr­lich erfolgt.

Spar­konten mit Fest­zins­ver­einbarung

Diese Sondersparformen gibt es unter den unterschiedlichsten Bezeichnungen: Extra-, Erfolgs-, Indivi­dual- oder Renditesparen sind nur einige Namen. Gemein­sam ist allen, dass Kredit­institute einen Zins für eine bestimmte Zeit fest­schreiben und Anleger in dieser Zeit nicht über das Kapital verfügen dürfen. Im Unterschied zu den anderen Anlagen müssen Sparer hier meist drei Monate vor Vertrags­ende kündigen, um ohne Einschränkungen über ihr Kapital verfügen zu können. Häufig ist es möglich, die Zinsen bei mehr­jähriger Anlage auf dem Konto anzu­sammeln (Zinseszins­effekt). Entsprechende Angebote sind in der Daten­bank durch eine Fußnote gekenn­zeichnet.

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TestFest­geld und Spar­briefStand der Daten: 18.10.2017
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