Fest­geld Zwei neue Zins­betrüger auf unserer Warn­liste

20.04.2021

In Corona-Zeiten fallen uns immer mehr betrügerische Fest­zins­angebote im Internet auf. Die meisten kommen aus dem Ausland. Sie werben mit über dem Markt liegenden Zinsen für Fest­geld bei Banken mit Sitz in der Europäischen Union (EU) und legen dem Angebot die EU-Einlagensicherungs­richt­linie bei. Danach sind bei einer Bank­pleite bis zu 100 000 Euro geschützt (siehe Special Zinsen).

Doch Vorsicht: Das Portal „Investieren49“, das laut Impressum von einer Capital Investment Limited in Zollik­ofen in der Schweiz betrieben wird, zockt Sparer ab. Weder sind seine Zins­versprechen realistisch, noch unterliegen die Zins­verträge des Portals der EU-Einlagensicherung.

Um Betrug geht es auch beim Anbieter „Eurozins“ mit Stock­holmer Adresse. Er kopiert beispiels­weise Bankenlogos der SEB aus Schweden und der belgischen KBC Bank in seine Verträge. Die genannten Banken kennen die Verträge nicht. Anleger über­weisen ihr Geld mutmaß­lich auf von den Betrügern eröff­nete Konten. Fällt der Schwindel auf, werden die Konten geräumt.

Finanztest setzt Investieren49 und Eurozins auf seine kostenlos abruf­bare Warnliste, auf der bereits mehrere Zins­betrüger stehen.

20.04.2021
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