Wo das Geld der Sparer sicher ist – und wo nicht

Geht in der EU eine Bank pleite, gelten klare Regeln zum Schutz der Anleger. Pro Sparer sind mindestens 100 000 Euro geschützt – über das Einlagensicherungs­system des Landes, in welchem die Bank ihren Sitz hat. Nach maximal 20 Werk­tagen müssen die Anleger entschädigt werden.

Sicher

Fest­geld Special

Die Stiftung Warentest vertraut nicht allen nationalen Sicherungs­systemen gleichermaßen. Es ist zweifelhaft, ob der Sicherungs­fonds jedes Landes im Pleitefall genug Geld aufbringen kann, um alle Sparer zu entschädigen. Dann müsste der Staat oder gar die EU einspringen. In wirt­schaftlich schwachen Staaten kann sich das verzögern. Die Stiftung Warentest empfiehlt Sparern daher nur Angebote von Banken aus EU-Ländern, die für ihre Wirt­schafts­kraft Bestnoten von den drei führenden Rating­agenturen erhalten (in der Karte grün markiert).

Unsicher

Wir empfehlen keine Zins­angebote aus EU-Ländern ohne Top-Rating für ihre Wirt­schafts­kraft (in der Karte rot markiert). Immer mehr Banken aus diesen Ländern drängen mit vergleichs­weise hoch­verzinsten Tages- und Fest­geld­angeboten auf den deutschen Markt. Es handelt sich um folgende Banken und Länder:

  • Bulgarien: Bulgarian-American Credit Bank, Fibank.
  • Estland: Bigbank.
  • Griechen­land: Piraeus Bank.
  • Irland: AIB (Allied Irish Banks).
  • Italien: Banca Farmafactoring, Banca Sistema, IW Bank, Südtiroler Sparkasse.
  • Kroatien: Banca Kovanica, Kent­Bank, Podravska Banka, Vaba Banka.
  • Lett­land: AS Privatbank.
  • Malta: Ferratum Bank, Fimbank.
  • Polen: Alior Bank.
  • Portugal: Banco BNI Europa, Banco Privado Atlântico, Novo Banco.
  • Slowakei: Postova Banka.
  • Tschechien: J&T Banka.

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