Fest­geld­vergleich Test

Der Vergleich Fest­geld der Stiftung Warentest zeigt die aktuellen Zinsen der empfehlens­werten Fest­geld­konten. Sie sind geeignet für Sparer, die ihr Geld für einen fest­gelegten Zeitraum sicher anlegen wollen. Hier finden Sie den Vergleich von Fest­geldern und Spar­briefen – aktuelle Zins­konditionen von 767 Fest­zins­anlagen mit Lauf­zeiten zwischen einem Monat und 10 Jahren. Eine Tabelle informiert über die Zugehörig­keit einer Bank zur jeweiligen nationalen Einlagensicherung. Und Sie finden eine Liste ausländische Zins­angebote, von denen die Finanztest-Experten ausdrück­lich abraten. Der Fest­geld­vergleich wird alle 14 Tage aktualisiert.

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Fest­geld­konto als Park­platz für Ihr Geld

Das Fest­geld­konto ist der geeignete Platz für Geld von Sparern, die auf ihr Geld eine gewisse Zeit verzichten können. Häufig gibt es für Fest­geld­anlagen höhere Zinsen als beim Tages­geld. Der Preis dafür ist jedoch eine geringere Flexibilität. Denn vor Ablauf der vereinbarten Lauf­zeit kommen die Anleger meist nicht an ihr Geld heran. Viele Kredit­institute bieten stan­dardisierte Lauf­zeiten von einem Monat bis zu zehn Jahren. Je länger die Lauf­zeit ist, umso höher sind in der Regel die Zinsen. Außerdem steht, anders als beim Tages­geld, der Zins­satz beim Fest­geld über die gesamte Lauf­zeit fest. Das beruhigt, kann aber auch negative Auswirkungen haben: Wenn die Zinsen in der Zwischen­zeit steigen, können Anleger das Geld nicht in eine besser verzinste Anlage umschichten.

Tipp: Gute Tages­geld­angebote finden Sie in unserem Vergleich Tagesgeld. Wenn Sie Spar­angebote von Banken suchen, die bei der Kredit­vergabe an Unternehmen und Organisationen und bei ihren Investments ethische, ökologische und soziale Kriterien anwenden, finden Sie diese im Vergleich Saubere Zinsangebote.

Einlagensicherung Groß­britannien (Brexit) und Schweden

Trotz des Ausstiegs Groß­britanniens aus der Europäischen Union (EU) können Sparer ohne Bedenken bei britischen Banken Tages- und Fest­geld­angebote in Euro abschließen. Sparer sollten aber wegen des durch den Brexit gestiegenen Wechsel­kurs­risikos einen deutlichen Puffer zu den sonst in der EU abge­sicherten 100 000 Euro einplanen. Stiftung Warentest empfiehlt derzeit maximal 80 000 Euro. Im Fall einer Bank­pleite garan­tiert die britische Einlagensicherung, das Financial Services Compensation Scheme (FSCS), nämlich nur den Gegen­wert von 85 000 britischen Pfund. Das waren am 10. Dezember 2018 knapp 95 000 Euro. Etwas anderes gilt für britische Banken wie die Barclays Bank, die ICICI Bank oder für die Bank of Scot­land, die zusätzlich Mitglied im freiwil­ligen Einlagensicherungs­fonds des Bundes­verbands deutscher Banken (BdB) sind. Bei diesen Banken sind Einlagen von Sparern deutlich höher abge­sichert.

Auch in Schweden sollten Sparer wegen des Wechsel­kurs­risikos nicht mehr als 80 000 Euro anlegen. Die schwe­dische Einlagensicherung garan­tiert im Fall einer Bank­pleite 950 000 Kronen. Der Gegen­wert betrug am 10. Dezember nur rund 92 000 Euro.

Das bietet Ihnen der Fest­geld­vergleich der Stiftung Warentest

Angebote. Aktuelle Renditen von derzeit 767 Fest­geldern und Spar­briefen mit Lauf­zeiten von 1, 3, 6, 9 und 12 Monaten – sowie für Lauf­zeiten von 2 bis 10 Jahren. Welche Kriterien die Zins­angebote erfüllen müssen, um in unseren Vergleich aufgenommen zu werden, lesen Sie in So haben wir getestet. In die Zins­vergleiche kommen derzeit nur Angebote von Banken aus EU-Ländern, die Bestnoten für ihre Wirt­schaft­kraft erhalten (zur Tabelle Noten für die Wirtschaftskraft).

Vergleichen. Sie können bis zu 20 Zins­angebote mehrerer Banken in der Tabelle über­sicht­lich darstellen und vergleichen. Mit einem Klick erhalten Sie zudem die Top-5-Konditionen für jede Lauf­zeit. Ihre Ergeb­nisse können Sie sich anschließend bequem als PDF auf dem eigenen Rechner speichern.

Heft­artikel als PDF. Zusätzlich erhalten Sie alle aktuellen Berichte aus der Zeit­schrift Finanztest nach dem Frei­schalten als PDF.

Aktuell im Dezember 2018

Neue Angebote. Über die Portale Check24 und Zinspilot können Sparer jetzt Fest­geld­konten bei der BNF Bank aus Malta eröffnen. In den Zins­test der Stiftung Warentest schaffte es die Bank aber nicht, da unsere Finanz-Experten die Einlagensicherung Maltas nicht für stabil genug halten, um im Pleitefall einer größeren Bank Sparer zeit­nah zu entschädigen. Alle „Nicht empfehlens­werte Banken“ finden Sie, wenn Sie den Zins-Daten­bank frei­schalten. Neu im Test ist die Resurs Bank aus Schweden.

Topangebot. Für ein einjähriges Fest­geld gibt es derzeit maximal 1,01 Prozent Zins, für zwei Jahre 1,15 Prozent und für fünf Jahre 1,5 Prozent Zins. Angebote mit den aktuell höchsten Zinsen sind bis auf wenige Ausnahmen ausschließ­lich über Zinsportale erhältlich. Nach dem Frei­schalten der Daten­bank lassen sich alle Angebote bequem nach Anlagesummen und Anlage­zeitraum filtern – und nach der Rendite sortieren. Sie können auch nach geeigneten Angeboten für Jugend­liche und nach Gemein­schafts­konten suchen.

HSH Nord­bank. Die HSH Nord­bank kann zum 1. Januar 2022 in den Einlagensicherungs­fonds der privaten Banken wechseln. Das hat der Bundes­verband deutscher Banken beschlossen. Mitglied im Prüfungs­verband wird die Bank bereits zum 1. Januar 2019. Bis Ende 2021 gehört die Bank, die wegen wirt­schaftlicher Probleme Ende Februar 2018 von den Finanz­investoren Cerberus und J.C. Flowers über­nommen wurde („Betrug am Bürger“), aber noch dem Einlagensicherungs­system der Sparkassen Finanz­gruppe an. Danach sind 100  000 Euro gesetzlich gesichert. Darüber hinaus verhindert dieses Sicherungs­system, dass Mitglieder insolvent werden. Einlagen von Sparen sind so in unbe­grenzter Höhe geschützt.

Zinseszins bei der Fest­geld­anlage

Sparer sollten beim Abschluss einer mehr­jährigen Fest­geld­anlage unbe­dingt darauf achten, dass der Zins­fluss tatsäch­lich jähr­lich erfolgt. Bei den meisten Angeboten werden die Zinsen jähr­lich auf ein Konto des Anlegers ausgezahlt. Bei anderen Banken werden die Zinsen dem Anlage­konto gutgeschrieben und im nächsten Jahr mitverzinst. Das ist gut, da so der Zinseszins-Effekt wirkt. Es gibt aber auch Anbieter, die den ausgewiesenen Nominalzins ohne Zinseszins erst am Ende der mehr­jährigen Lauf­zeit zahlen. Dann ist die Rendite pro Jahr nied­riger. Die Stiftung Warentest hält diese Angebote für unseriös, weil sie dem Kunden eine höhere Ertrags­kraft vortäuschen, als die Anlage tatsäch­lich besitzt. Unser Fest­geld­vergleich enthält daher nur mehr­jährige Angebote, bei denen der Zins­zufluss in Form einer Ausschüttung oder Gutschrift jähr­lich erfolgt.

Ein Fest­geld­konto eröffnen

Die besten Zinsen fürs Fest­geld bekommen Sparer heut­zutage meist bei Direkt­banken im Internet. Das sollte jedoch niemanden abschre­cken: Die Konto­eröff­nung ist nicht schwer. Der Antrag zur Konten­eröff­nung kann online ausgefüllt werden. Die Bank muss dann noch die Ausweis­papiere prüfen. Das geschieht entweder mit dem sogenannten Postident-Verfahren, bei dem der Sparer seinen Ausweis in einer Post­filiale vorlegt oder mit dem Video-Identverfahren, bei dem die Legitimation per Video­chat funk­tioniert. Häufig erhält der Sparer dann ein Tages­geld­konto bei der gleichen Bank, über das die Fest­geld­anlage abge­wickelt wird.

Fest­geld kündigen

Sparer müssen Fest­gelder üblicher­weise einige Tage vor Fälligkeit kündigen. Anderenfalls kann es passieren, dass die Bank oder Sparkasse das Geld zu aktuellen Konditionen für die gleiche Lauf­zeit noch einmal anlegt. Die Banken nennen das „Prolongation“. Die neuen Konditionen können dabei viel schlechter sein als die ursprüng­lichen und Sparer kommen erneut lange Zeit nicht an ihr Geld. Viele Fest­geldanbieter fragen aber bei ihren Kunden recht­zeitig an, wie sie mit dem fällig werdenden Geld umgehen sollen. Vereinzelt gibt es auch Spar­produkte mit Fest­zins, die drei Monate vor Fälligkeit gekündigt werden müssen, um uneinge­schränkt über das Geld verfügen zu können. Daher sollten Sparer bei Vertrags­abschluss unbe­dingt klären, wie die Bedingungen der Bank genau aussehen.

Spar­brief als Alternative zum Fest­geld

Sparer, die höhere Beträge über einen längeren Zeitraum sicher zu einem festen Zins­satz anlegen möchten, haben mit Spar­briefen eine Alternative zum Fest­geld. Spar­briefe nehmen eine Zwischen­stellung zwischen einer klassischen Konten­anlage und einem fest­verzins­lichen Wert­papier ein. Sie werden aber nicht an der Börse gehandelt, sondern von der Bank verkauft. Wie bei der Fest­geld­anlage gibt es auch bei Spar­briefen verschiedene Lauf­zeiten. Sparer müssen Spar­briefe nicht kündigen. Das Kapital wird auto­matisch fällig und auf das Konto über­wiesen.

Verschiedene Varianten des Spar­brief

Spar­briefe gibt es in drei Varianten: Spar­briefe mit jähr­licher Zins­zahlung sowie auf- und abge­zinste Spar­briefe.

Spar­briefe mit jähr­licher Zins­zahlung schütten die Zinsen meist nach Ablauf eines Lauf­zeit­jahres an den Kunden aus. Eine Anlage der Zinsen erfolgt meist nicht.

Auf- und abge­zinste Spar­briefe sammeln die Zinsen über mehrere Jahre an und zahlen sie am Ende der Lauf­zeit zusammen mit dem angelegten Kapital zurück. Da die Zinsen dann üblicher­weise in einer Summe steuer­pflichtig sind, eignen sich diese Varianten nicht für jedermann. Viele Kredit­institute bieten mehrere Spar­brief­varianten an. Unser Vergleich berück­sichtigt nur Angebote mit steuerlich jähr­lichen Zins­erträgen.

Die Sicherheit muss stimmen

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Die Tabelle So funktioniert die Einlagensicherung zeigt im Über­blick, welche Bank welchem Sicherungs­system angehört. Details zur Einlagensicherung – hier­zulande und im Ausland – finden Sie auch im Audio.

Nicht empfehlens­werte Fest­geld-Angebote

Im Produktfinder Fest­gelder und Spar­briefe finden Sie auch eine Tabelle mit Banken und deren Angeboten, die nicht alle Regeln für unseren Zins­test erfüllen („Nicht empfehlens­wert“). Darunter sind Anbieter aus Bulgarien, Kroatien und Malta, deren Produkte Anleger im Internet über Zins­platt­formen wie Savedo, Welt­sparen oder Zinspilot abschließen können.

Zinsen für Fest­geld aus dem Ausland

Manche Anbieter im EU-Ausland, die hier­zulande mit Top-Zinsen werben, haben weder Adresse noch Nieder­lassung in Deutsch­land. Sie unterliegen nicht den Auflagen zum Steuer­abzug wie deutsche Banken. Sparer können ihnen keine Frei­stellungs­aufträge erteilen. Die Auslands­banken zahlen die Zinsen ohne Abzüge aus. Seine Zins­erträge muss ein Anleger selber einmal im Jahr mit dem Finanz­amt abrechnen. Das macht Sparern nur wenig Mehr­arbeit – wenn sie wissen, was sie machen müssen. Unsere Ausfüllhilfe für Auslands­parer (nach dem Frei­schalten verfügbar) erklärt Schritt für Schritt, was zu tun ist.

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TestFest­geld­vergleichStand der Daten: 12.12.2018
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