Die Bestellung eines Fertighauses will wohl überlegt sein. Denn ist der Vertrag erst einmal unterschrieben, gibt es meist kein Zurück mehr. Diese bittere Erfahrung musste ein Paar machen, das einen Vertrag über die Lieferung und Errichtung eines Ausbauhauses geschlossen hatte. Kostenpunkt: 100 000 Euro, zahlbar in Raten.

Kurz darauf kamen dem Paar Bedenken und sie widerriefen das Geschäft. Bei Kaufverträgen ist das mit einer Frist von zwei Wochen möglich, wenn Ratenzahlung vereinbart wird. Doch der Bundesgerichtshof bewertete das Geschäft nicht als Kauf-, sondern als Werkvertrag, da der Bau des Hauses im Vordergrund stehe. Dafür gilt das Widerrufsrecht nicht.

So kann die Baufirma nun ihr Geld einfordern, gekürzt um ihre ersparten Aufwendungen (Az. VII ZR 183/04).

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