Fern­verkehr

WLan im Check: Wie gut sind die Internet­verbindungen im ICE?

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Fern­verkehr - Der große Bahn-Check
© imago / photothek

Die Bahn wirbt mit kostenlosem WLan im ICE. Unsere Tester machten die Probe und reisten von Hamburg über Berlin, Frank­furt/Main, München und zurück – sowie zwischen Bremen und Fulda.

Inhalt

Nicht immer störungs­frei

Auf den Test­fahrten im April und Mai in recht vollen Zügen fiel das ICE-WLan zwischen Bremen und Hannover einmal komplett aus. Ein anderes Mal streikte es für 15 Minuten. Mancher­orts wirkten sich fehlende Funk­masten aus: Zwischen Hamburg und Berlin etwa lief die Daten­über­tragung recht zögerlich.

Große Unterschiede

Bei Downloads maßen wir in der ersten Klasse im Mittel etwa 1 200 Kilobits pro Sekunde, in der zweiten 650. Kurze Youtube-Videos ließen sich in der ersten Klasse in mehr als 80 Prozent der Fahr­zeit mit erhöhter Qualität abspielen, in der zweiten nur etwa in 50 Prozent der Fahr­zeit.

Fazit der Test­fahrten

Das kostenlose ICE-WLan ist für vieles nutz­bar – wenn es läuft. Aber nur beschränkt oder nicht für inter­aktive Dienste wie Video-Telefonie, -Streaming und Downloads großer Dateien.

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Nutzer­kommentare können sich auf einen früheren Stand oder einen älteren Test beziehen.

Profilbild Stiftung_Warentest am 23.10.2018 um 14:21 Uhr
Super Sparpreis Nutzung des Nahverkehrs möglich

@RNtest: Der Super Sparpreis zu 19,90 € gilt in Fernverkehrszügen (ICE, IC/EC). Zusätzlich ist die Nutzung des Nahverkehrs MÖGLICH (RE, RB, IRE, S-Bahn), sofern bei Buchung angegeben. Für Züge des Nahverkehrs (RE, RB, IRE, S-Bahn), die für die Anreise zum Bahnhof und Weiterreise zum Zielort genutzt werden, besteht keine Zugbindung, für den genutzten Fernzug schon. (MK)

RNtest am 28.08.2018 um 22:06 Uhr
Sparpreise meist auch im Regionalverkehr

In dem Absatz über Sparpreise hat sich ein Fehler eingeschlichen.
Sie schreiben dort, die Sparpreise gelten nur für die gebuchten Fernzüge. Das ist nicht richtig. Sie gelten komplett für alle Buchungen, in denen mindestens ein Fernzug enthalten ist.
Wenn ich also, von einer kleinen Stadt mit dem Regionalzug zu einem größeren Bahnhof fahre, dann weiter mit dem IC oder ICE und dann wieder mit einem Regionalzug, kann ich die ganze Fahrt zum Sparpreis (in Ihrem Beispiel 19.90 Euro) bekommen.
Nur wenn alle Züge einer Verbindung dem Regionalverkehr angehören ist keine Sparpreis möglich. Das ist aber bei längeren Verbindungen, für die sich die Sparpreise lohnen sowieso selten der Fall. Fazit: Sparpreise sind viel häufiger möglich wie gedacht.

Miska am 23.07.2018 um 13:44 Uhr
Wagennummern kaum lesbar

Ein Problem bei den ICE-Zügen ist, dass die Wagennummern nahe den Türen nur sehr schwer lesbar sind. Man muss direkt davor stehen, um die Nummer entziffern zu können. Ich weiss nicht, ob das beim ICE 4 besser gelöst ist; bei den anderen Zügen ist das eine zwar kleine aber doch sehr ärgerliche Sache. Da könnten sich die Ingenieure von Siemens & Co nun wirklich etwas Besseres einfallen lassen!

topinambur am 01.07.2018 um 12:21 Uhr
Bahnbashing nervt!

Kein Verkehrsträger ist perfekt; auch die Bahn nicht! Dafür ist die Verkehrsdichte zu hoch und die von der Politik bereitgestellten Mittel zu gering.
Trotzdem fahre ich gerne Zug und als sog. BahnComfort Kunde nicht zu knapp (mindestens für 2000€p.a.). Dabei muss ich sagen, dass auf meiner Strecke (Frankfurt/M-Schweiz) die „Katastrophen“, im Vergleich zu den Staus auf der A5 kaum ins Gewicht fallen. Das DB Personal verhält sich mir gegenüber zugewandt und höflich. Vielleicht schallt es bei den Bähnlern auch so aus dem Walde wie hineingerufen wird?

Jewile am 27.06.2018 um 15:10 Uhr
Unpünktlich, unsauber, unfreundlich

Das Problem mit der Bahn ist, dass ihr die Kunden sch..egal sind – wie sonst ist es zu erklären, dass sie nichts dafür unternimmt, die seit Jahren bestehenden Missstände ab- und ihre Kunden zufriedenzustellen: Auch dieser „Test“-Bericht wird nichts daran ändern. Als Vielfahrer möchte ich einfach nur ein verlässliches Verkehrsmittel als Alternative zum PKW. Die Bahn hätte hier alle Chancen das ganz große Geschäft zu machen, aber sie versagt auf ganzer Linie – eine Besserung ist nicht in Sicht. Jeder andere Dienstleister hätte seinen Laden schon längst schließen müssen, wenn er für eine vereinbarte Leistung den vollen Preis kassiert, aber nur einen Teil der Leistung liefert. Mein Fazit: So wie ich mich seit über 20 Jahren über die Bahn ärgere, aber mangels Alternative doch immer wieder einsteige, muss sich die Bahn um ihre Zukunft nicht sorgen. Wir Vielfahrer ballen die Faust in der Tasche und schlucken den Frust einfach herunter – die Hoffnung stirbt zuletzt!