Fern­verkehr

Apps: Über Störungen im Zugverkehr informieren lassen

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Fern­verkehr - Der große Bahn-Check
© plainpicture / Carina Wendland

Navigator

Fern­verkehr - Der große Bahn-Check

Allround-App. Ermöglicht, DB-Tickets zu kaufen, auch per Spar­preis-Finder, sowie Fahr­karten mehrerer Verkehrs­verbünde. Sucht Reise­verbindungen und informiert über Verspätungen sowie Reisealternativen. Mitunter kann Selbst-Einchecken die Kontrolle durch Zugbegleiter ersetzen.

Probleme. Die App bietet so viele Funk­tionen, dass Navigieren etwas Routine erfordert, zum Beispiel wenn man dem Zugbegleiter sein gespeichertes Ticket samt Bahncard zeigen möchte. Beim Spar­preis-Finder ist die Option „Schnelle Verbindungen bevor­zugen“ etwas versteckt. Wer sie nicht wegklickt, reist womöglich unnötig teuer (Preise: 87 Prozent sparen).

Daten­sende­verhalten. Unkritisch. Wir sichteten den Daten­strom, lasen die von der Android- und der iOS-App (jeweils in der Version 18.04.04) gesendeten Daten aus und analysierten, ob Unnötiges oder Persönliches unver­schlüsselt über­tragen wird.

Stre­cken­agent

Fern­verkehr - Der große Bahn-Check

App für Pendler. Informiert per Push-Meldung über aktuelle Störungen auf einzelnen Stre­cken zu Uhrzeiten und an Tagen, die der Kunde ausgewählt hat. Tipps zu Reisealternativen sollen helfen, ans Ziel zu kommen. Problem. Bei den Push-Nach­richten ist mitunter nicht auf Anhieb erkenn­bar, auf welche Fahr­plan­änderung sie hinweisen.

Daten­sende­verhalten. Unkritisch. Geprüfte Versionen: Android 2.1.10(49), iOS 2.0.8.

Zugradar

Fern­verkehr - Der große Bahn-Check

App für Bahnfans. Zeigt eine Land­karte mit Stre­ckennetz, auf dem sich wie bei einer Modell­eisenbahn Züge bewegen. Sie lassen sich einzeln ankli­cken. Die App informiert, an welchen Orten der Zug vorbeifährt.

Problem. Die Bahn verspricht, die Positionen der Züge „in Echt­zeit“ anzu­zeigen. Sie basieren zum Teil auf Melde­punkten entlang der Strecke, aber auch auf Prognosen, die den normalen Fahrt­verlauf simulieren. Bei Unregelmäßig­keiten kann es passieren, dass ein rollender Zug ange­zeigt wird, obwohl er in Wirk­lich­keit längst irgendwo vorher zum Halten gekommen ist. Tipp: Informativer ist die Version auf bahn.de. Sie nennt die Uhrzeit der „letzten Positions­meldung“. So kann der Fahr­gast abschätzen, wie realistisch die Anzeige auf dem Display ist.

Daten­sende­verhalten. Unkritisch. Geprüfte Versionen: Android 1.1.4 und iOS 3.2.3.

Fern­verkehr - Der große Bahn-Check
Zugradar. Klickt man einen der kleinen rote Züge an, gibts Infos zum Zielbahnhof sowie zur Pünkt­lich­keit und seine Fahrt lässt sich gezielt verfolgen. © Deutsche Bahn, Stiftung Warentest (M)

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Profilbild Stiftung_Warentest am 23.10.2018 um 14:21 Uhr
Super Sparpreis Nutzung des Nahverkehrs möglich

@RNtest: Der Super Sparpreis zu 19,90 € gilt in Fernverkehrszügen (ICE, IC/EC). Zusätzlich ist die Nutzung des Nahverkehrs MÖGLICH (RE, RB, IRE, S-Bahn), sofern bei Buchung angegeben. Für Züge des Nahverkehrs (RE, RB, IRE, S-Bahn), die für die Anreise zum Bahnhof und Weiterreise zum Zielort genutzt werden, besteht keine Zugbindung, für den genutzten Fernzug schon. (MK)

RNtest am 28.08.2018 um 22:06 Uhr
Sparpreise meist auch im Regionalverkehr

In dem Absatz über Sparpreise hat sich ein Fehler eingeschlichen.
Sie schreiben dort, die Sparpreise gelten nur für die gebuchten Fernzüge. Das ist nicht richtig. Sie gelten komplett für alle Buchungen, in denen mindestens ein Fernzug enthalten ist.
Wenn ich also, von einer kleinen Stadt mit dem Regionalzug zu einem größeren Bahnhof fahre, dann weiter mit dem IC oder ICE und dann wieder mit einem Regionalzug, kann ich die ganze Fahrt zum Sparpreis (in Ihrem Beispiel 19.90 Euro) bekommen.
Nur wenn alle Züge einer Verbindung dem Regionalverkehr angehören ist keine Sparpreis möglich. Das ist aber bei längeren Verbindungen, für die sich die Sparpreise lohnen sowieso selten der Fall. Fazit: Sparpreise sind viel häufiger möglich wie gedacht.

Miska am 23.07.2018 um 13:44 Uhr
Wagennummern kaum lesbar

Ein Problem bei den ICE-Zügen ist, dass die Wagennummern nahe den Türen nur sehr schwer lesbar sind. Man muss direkt davor stehen, um die Nummer entziffern zu können. Ich weiss nicht, ob das beim ICE 4 besser gelöst ist; bei den anderen Zügen ist das eine zwar kleine aber doch sehr ärgerliche Sache. Da könnten sich die Ingenieure von Siemens & Co nun wirklich etwas Besseres einfallen lassen!

topinambur am 01.07.2018 um 12:21 Uhr
Bahnbashing nervt!

Kein Verkehrsträger ist perfekt; auch die Bahn nicht! Dafür ist die Verkehrsdichte zu hoch und die von der Politik bereitgestellten Mittel zu gering.
Trotzdem fahre ich gerne Zug und als sog. BahnComfort Kunde nicht zu knapp (mindestens für 2000€p.a.). Dabei muss ich sagen, dass auf meiner Strecke (Frankfurt/M-Schweiz) die „Katastrophen“, im Vergleich zu den Staus auf der A5 kaum ins Gewicht fallen. Das DB Personal verhält sich mir gegenüber zugewandt und höflich. Vielleicht schallt es bei den Bähnlern auch so aus dem Walde wie hineingerufen wird?

Jewile am 27.06.2018 um 15:10 Uhr
Unpünktlich, unsauber, unfreundlich

Das Problem mit der Bahn ist, dass ihr die Kunden sch..egal sind – wie sonst ist es zu erklären, dass sie nichts dafür unternimmt, die seit Jahren bestehenden Missstände ab- und ihre Kunden zufriedenzustellen: Auch dieser „Test“-Bericht wird nichts daran ändern. Als Vielfahrer möchte ich einfach nur ein verlässliches Verkehrsmittel als Alternative zum PKW. Die Bahn hätte hier alle Chancen das ganz große Geschäft zu machen, aber sie versagt auf ganzer Linie – eine Besserung ist nicht in Sicht. Jeder andere Dienstleister hätte seinen Laden schon längst schließen müssen, wenn er für eine vereinbarte Leistung den vollen Preis kassiert, aber nur einen Teil der Leistung liefert. Mein Fazit: So wie ich mich seit über 20 Jahren über die Bahn ärgere, aber mangels Alternative doch immer wieder einsteige, muss sich die Bahn um ihre Zukunft nicht sorgen. Wir Vielfahrer ballen die Faust in der Tasche und schlucken den Frust einfach herunter – die Hoffnung stirbt zuletzt!