Fördermittel und Steuerersparnis

Fernschüler müssen nicht ­alles selber zahlen.

Betrieb. Wer in einem großen Unternehmen arbeitet, sollte sich beim Betriebsrat erkundigen, ob es für berufliche Weiterbildung finanzielle Unterstützung oder bezahlte Lernzeit gibt. Einige Tarifverträge, zum Beispiel der für die Metallbranche, enthalten Regelungen. In kleinen Firmen muss sich der Arbeitnehmer direkt an den Chef wenden. Gut stehen die Chancen, wenn der Betrieb Bedarf an besser qualifizierten Mitarbeitern hat und der angestrebte Abschluss für eine Arbeit im Betrieb passend ist.

Meister-Bafög. Handwerker und Fachkräfte, die mit dem Fernunterricht einen Abschluss über dem Niveau der Gesellen- oder Facharbeiterprüfung anstreben, können Meister-Bafög bekommen. Das Bafög ist eine Kombination aus staatlichem Zuschuss und Darlehen für die Lehrgangs-, Prüfungs- und Lebenshaltungskosten. Details gibt es unter www.meister-bafoeg.info.

Steuern. Berufstätige können die Kosten für die Weiterbildung unbegrenzt als Werbungskosten absetzen. Anrechenbar sind auch die Fahrtkosten mit der Bahn oder die Kilometerpauschalen für die Autofahrt zum Präsenzunterricht. Der Nachweis der Kosten lohnt sich, sobald Steuerzahler den Pauschbetrag von 920 Euro im Jahr überschreiten. Die Zuschüsse vom Arbeitgeber müssen sie vorher von den Ausgaben abziehen.

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