Check­liste: Die richtige Wahl treffen

Auf diese Fragen sollten Sie mit „Ja“ antworten können:

  • Lebens­situation: Ist der Zeit­punkt für eine zeit­aufwendige Weiterbildung der richtige? Wer gerade im Hausbau oder in der Familien­gründungs­phase steckt, über­fordert sich mit einer mehr­monatigen Weiterbildung, auch wenn es sich um ein Fern­studium handelt.
  • Unterstüt­zung: Steht Ihre Familie hinter der Weiterbildung? Über­legen Sie auch, ob Sie Ihren Arbeit­geber informieren. Viele Arbeit­geber fördern ihre Mitarbeiter durch Arbeits­frei­stellung oder finanzielle Unterstüt­zung.
  • Lernform: Liegt Ihnen Lernen per Fern­unter­richt? Das Bundes­institut für Berufs­bildung bietet Ihnen einen Selbstbeurteilungsbogen zum kostenlosen Download.
  • Finanzen: Können Sie den Fern­unter­richt finanzieren? Kalkulieren Sie auch Neben­kosten wie Reise- und Über­nachtungs­kosten mit ein. Welche Fördermittel es gibt, lesen Sie in unserem kostenlosen Leitfaden „Weiterbildung finanzieren“.
  • Anbieter: Haben Sie verschiedene Angebote miteinander verglichen? Über­legen Sie, ob Sie lieber bei einem kleinen, spezialisierten oder einem großen Anbieter mit breitem Themenspektrum lernen möchten.
  • Zielgruppe: Erfüllen Sie alle Voraus­setzungen für den Kurs und für die Prüfung? Auch wenn es keine formalen Zulassungs­beschränkungen gibt, setzen die Inhalte doch oft eine gewisse Vorbildung voraus. Fragen Sie auch bei der externen Prüfungs­stelle nach, etwa der IHK.
  • Lern­inhalt: Passt der Kurs zu Ihrer bisherigen Laufbahn und Ihren beruflichen Zielen? Lassen Sie sich von mehreren Anbietern beraten, welcher Kurs am besten zu Ihrem Profil passt. Eine anbieter­unabhängige Beratung finden Sie mithilfe des kostenlosen Leitfadens der Stiftung Warentest „„Wohin zur Beratung?“.
  • Probelernen: Können Sie einen Probemonat oder eine Probelektion absol­vieren? Die meisten Anbieter ermöglichen das, bevor Sie sich endgültig entscheiden müssen, oder sie räumen ein kostenloses Rück­tritts­recht ein.
  • Kurs­ablauf: Sind Sie sicher, dass der Kurs ausreichend Präsenz­zeiten, persönliche Betreuung oder andere Möglich­keiten der Inter­aktion bietet? Eine tutorielle Begleitung bieten zwar alle Lehr- und Studien­gänge, aber auch der Austausch mit Mitschülern ist sinn­voll, um Wissen zu vertiefen und Prüfungen gemein­sam vorzubereiten.
  • Dauer: Können Sie den Lehr­gang kostenlos verlängern? Viele Anbieter ermöglichen ohne Preis­aufschlag eine Verlängerung von bis zu 50 Prozent der Gesamt­dauer.
  • Abschluss: Handelt es sich um einen Abschluss, der zeigt, was und wie Sie gelernt haben? Das beste Mittel, um den Lern­erfolg zu dokumentieren, sind Abschluss­prüfungen beim Anbieter vor Ort oder externen Prüf­stellen.
  • Zeugnis: Wissen Sie, welche Papiere Ihnen am Ende des Kurses ausgestellt werden? Ein Abschluss­zeugnis mit Noten beispiels­weise ist aussagekräftiger als ein Zertifikat ohne Noten, eine Teil­nahme­bescheinigung ohne Leistungs­bewertung allein besagt wenig.
  • Titel: Ist der Abschluss der richtige? Bedenken Sie, ob Ihnen die Vermitt­lung des Wissens reicht oder ob Sie auch einen Titel benötigen.

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