Fernseher von Aldi Schnelltest

Medion P12011: 55 cm Design-LCD-Fernseher. Mit DVB-T-Empfänger und DVD-Spieler.

Aldi Nord verkauft seit Donners­tag (19.08.) einen Design-Fernseher für 219 Euro. Ein moderner Flach­bild­schirm mit DVB-T-Empfänger und DVD-Spieler. Schwarz und flach, mit 55-cm-Bild. Medion P12011. Der passende Fernseher für die Ferien­wohnung? Der Schnell­test klärt auf.

Bild klein, Ausstattung groß

Der Bild­schirm ist klein, die Ausstattung groß. 55 Zenti­meter Bild­diagonale sind für einen Fernseher nicht viel. Vorteil: Der kleine Bild­schirm spart Platz. DVB-T-Empfänger und DVD-Spieler sind bereits einge­baut. Der Fernseher empfängt digitales Fernsehen via Antenne und zeigt Spielfilme von DVD. Perfekt für die Ferien­wohnung oder für kleine Zimmer. Wenn die Qualität stimmt.

Test im April 2009

Aldi verkaufte den Medion P12011 im April 2009 schon einmal. Urteil im Schnell­test damals: Annehmbar in Bild und Ton. Bleibt die Frage, ob Medion das Gerät verändert hat. Die Artikelbezeichnung ist gleich: P12011, aber das sagt nicht viel - nach so langer Zeit. Die Stiftung Warentest hat den Fernseher deshalb noch einmal getestet. Nun liegen neue Ergeb­nisse vor.

Das Bild ruckelt

Enttäuschung: So ausgewogen wie der Medion-Fernseher mal war, ist der neue P12011 nicht mehr. Das Bild ruckelt. Bei digitalen und bei analogen Signalen. Deutlich sicht­bar ist der Effekt bei hoch­wertigen Signalen von einer BluRay-Disc. Auch das Fernseh­bild ist nicht ungestört. Es ruckelt, wie gesagt. Vor allem bei Kamera­schwenks. "Judder" nennen Experten diesen Effekt. Die Elektronik verarbeitet die Signale nicht perfekt. Bei Gesichtern stört eine Rosa-Färbung. Urteil: Das Bild ist nur noch annehm­bar.

Kein Familien­gerät

Insgesamt passable Bilder liefert der Aldi-Fernseher mit DVB-T-Signalen (Digitales Fernsehen via Antenne). Hier stimmen Schärfe und Kontrast. Bei analogen Signalen fehlt Schärfe. Bei der Wieder­gabe von DVD ist die Bild­qualität ok. Grund­sätzlich gilt: Der Betrachtungs­winkel des Aldi-Fernsehers ist klein. Wer von der Seite auf den Bild­schirm schaut, sieht das Bild nur noch grau in grau. Fazit: Keine Fernseher für größere Gruppen. Ein Gerät für Singles und Paare.

Anschlüsse satt

Stark ist der Aldi Fernseher in puncto Funk­tion. Er dient als Fernseher, DVD-Spieler, Computermonitor und elektronischer Bilder­rahmen. Medion bietet Anschlüsse satt: PC, USB und HDMI (für hoch­aufgelöste Bilder). Dazu die üblichen Ein- und Ausgänge für Audio und Video, einen digitalen Audio­ausgang und einen Kartenleser. Der bringt beispiels­weise Digitalfotos vom Speicherchip einer Digitalkamera direkt auf den Bild­schirm. Interes­sant ist auch der Kopf­hörer­anschluss mit separater Laut­stärkenreglung. Fazit: Viel Ausstattung für wenig Geld.

Aufgeräumt in Klavierlack-Optik

Optisch macht der Aldi-Fernseher eine gute Figur. Design ist vielleicht etwas hoch­gegriffen, aber immerhin: Der Fernseher von Aldi ist aufgeräumt. Ein schwarzes Kunst­stoff­gehäuse ohne Schnörkel. Schalter und Anschlüsse sind auf der Rück­seite verborgen. Vorn nur der 55 cm Bild­schirm und ein schmaler Rahmen, glänzend in Klavierlack-Optik. Die im Gehäuse versteckten Laut­sprecher klingen annehm­bar. Leicht blechern allerdings. Es fehlen Bässe und Höhen.

Menü umständlich

Die Fernbedienung ist etwas über­frachtet, einige Tasten fummelig und klein. Nervig und nicht mehr zeitgemäß ist die Gestaltung des Menüs. Der Fernseher arbeitet mit zwei Menüs: eins für den digitalen und eins für den analogen Empfang. Sie funk­tionieren an einigen Stellen unterschiedlich: Das verwirrt. Umständlich ist das zweifache Menü oben­drein. Wer beispiels­weise digitales Fernsehen via DVB-T empfängt, muss vom digitalen Menü ins analoge wechseln, um den Kontrast des Bild­schirms zu ändern. Umständlich. Für den DVD-Spieler gibt es sogar ein drittes Menü.

Für Zapper zu lang­sam

Für Zapper ist der Aldi-Fernseher übrigens zu lang­sam. Vor allem bei digitalem Empfang. Das Umschalten von einem DVB-T-Kanal zum anderen dauert mehrere Sekunden. Beim analogen Kabel­empfang geht das etwas schneller. In puncto Strom­verbrauch ist der Medion-Fernseher ohne Tadel. 44 Watt im Betrieb und 0,6 Watt im Standby sind gute Werte. Ein Netz­schalter auf der Rück­seite senkt den Verbrauch sogar auf null. Er schützt vor Über­spannung und trennt das Gerät zuver­lässig vom Netz.

Test­kommentar: Als Zweitgerät passabel
Produkt­beschreibung: Fernseher Medion P12011
Produktfinder: 401 Fernseher im Test

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