Fernseher im Test

Bild und Ton optimal einstellen

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Nur wenige Fernseher zeigen mit den Werks­einstel­lungen ein gutes Bild. Bei vielen Geräten können Sie aber die Einstel­lungen ändern und das Bild optimieren. Auch der Sound lässt sich aufpeppen.

Fernseher im Test Testergebnisse für 315 Fernseher

Inhalt

Das beste Bild einstellen

Frieren Sie zuerst ein Test­bild ein (Stand­bild). Es sollte sowohl Weiß, Grau und Schwarz als auch Farben enthalten. Oder Sie laden das Referenz­bild von der Website des Photoindustrie-Verbands herunter. Speichern Sie es auf einem USB-Stick, den Sie an den Fernseher anschließen oder speisen Sie das Test­bild über einen Computer oder Blu-Ray-Player über HDMI ein.

Wichtig: Die Einstel­lungen gelten immer nur für den jeweils genutzten Signalweg. Daher sollten Sie die für HDMI optimierten Einstel­lungen mit dem Live-Fernseh­bild prüfen und gegebenenfalls noch etwas an Ihre Sehgewohn­heiten und die Umge­bung anpassen.

Test­bild des Photo­industrie-Verbands

Fernseher im Test - Top-Bild und Ton – geht auch günstig
Schön bunt. Mit diesem Test­bild können Sie das Bild des Fernsehers optimal einstellen. © Stiftung Warentest

So verbessern Sie das Bild

Auf diesem Weg sollten Sie zu einem guten Bild kommen:

Bild­quelle. Verschiedene Bild­quellen (TV-Programm, Blu-Ray-Spieler) erfordern oft eigene Einstel­lungen. Nehmen Sie sie an vertrauten Motiven wie Nach­richten­sprechern vor.

Farb­temperatur. Ist sie zu warm einge­stellt, hat das Bild einen Rotstich. Beim Blau­stich ist sie zu kalt.

Blaues Licht runter­regeln. Wenn Sie zum Beispiel am Abend den Blaulicht­anteil Ihres Fernseh­bilds verringern möchten, können Sie die Farb­temperatur ein bis zwei Stufen wärmer stellen. Lesen Sie auch unsere Meldung zu den Gefahren von Blauem Licht.

Helligkeit und Kontrast. Auch in dunklen und hellen Bild­flächen sollen Details nicht untergehen. Regeln Sie erst die Helligkeit, dann den Kontrast. Richtig einge­stellt sind Unterschiede zwischen verschiedenen Grau­stufen sicht­bar. Helle Bereiche sollten nicht anfangen zu strahlen.

Farben. Verschiedene Abstufungen einer Farbe sollten erkenn­bar sein. Sind die Farben zu knallig, reduzieren Sie die Farbsättigung.

Bewegungen. Viele Fernseher haben eine Funk­tion, mit der Bewegungen flüssiger ablaufen. Manchmal können dabei aber Bild­störungen – digitale Arte­fakte – auftreten. Probieren Sie aus, bei welchem Grad der Optimierung Bewegungen flüssig genug ablaufen und am wenigsten Störungen zu sehen sind.

Nicht nur für Fußball­fans

Wenn Sie vor allem Sport optimal auf dem Schirm haben wollen, helfen diese Tricks:

Farbe. Darf für Stadionauf­nahmen schon mal satt und knallig sein, das hebt die Akteure in ihren bunten Trikots hervor.

Helligkeit. Stellen Sie die Hintergrund­beleuchtung etwas stärker ein als üblich. Das bringt mehr Leucht­kraft ins Bild. Helle Bereiche sollten aber nicht über­strahlen.

Bewegung. Passen Sie die Optimierung an, falls Ihr Fernseher eine solche Funk­tion bietet. Bewegungen laufen umso flüssiger, je stärker die Bewegt­bild­optimierung wirkt. Entstehen Klötz­chen oder Schlieren im Bild, regeln Sie wieder etwas zurück.

Das richtige Licht im Fernsehraum

Eine indirekte Licht­quelle schont die Augen im dunklen Fernseh­zimmer. Sie darf aber nicht dem Fernseher gegen­über stehen. Sonst spiegelt sie sich im Bild­schirm.

Das ist Bewegt­bild­optimierung

Moderne Fernseher können das Ruckeln von Film­bildern wegrechnen. In unserem Artikel zur Bewegtbildoptimierung erfahren Sie, wie das sogenannte Motion Smoothing funk­tioniert und was Sie an Ihrem Fernseher gegen das Ruckeln einstellen können.

So peppen Sie den Fernsehton auf

Viele moderne Fernseher über­zeugen mit ihrer Bild­qualität. Ihr Ton kann aber – bedingt durch die flache Bauart – mitunter schlapp sein. Mit etwas Aufwand lässt er sich aufpeppen. Wir zeigen Ihnen die Wege und wie Sie lästiges Kabelgewirr loswerden.

Variante 1: Großer Fernseher

Wer gute Tonqualität direkt aus dem Fernseher haben möchte, muss ein größeres Gerät kaufen. Im Test von kleinen Fernsehern finden wir in der Regel keine Modelle mit ordentlichem Klang.

Tipp: In unserer Daten­bank können Sie nach der Note beim Tontest filtern und zum Beispiel nur Fernseher mit sehr gutem Ton anzeigen lassen.

Variante 2: Sound­bars

Fernseher im Test - Top-Bild und Ton – geht auch günstig
©  M. Cantarellas-Calvo

Sound­bars sorgen für besseren Klang. Sie sind breite, flache Aktivlaut­sprecher und liegen häufig unter oder vor dem Fernseher. Teil­weise verfügen sie zusätzlich noch über eine Bass­box. Sie kann irgendwo im Raum platziert werden. Gute Modelle gibts ab 240 Euro aufwärts. Da viele mehr kosten als kleine Fernseher, lohnt sich der Kauf wohl nur, wenn es aus Platz­gründen unbe­dingt ein kleines TV-Gerät sein muss.

Tipp: Im Test der Stiftung Warentest finden Sie die besten Soundbars.

Variante 3: Kopf­hörer

Fernseher im Test - Top-Bild und Ton – geht auch günstig
©  M. Cantarellas-Calvo

Eine Alternative zu Laut­sprechern sind Kopf­hörer. Sie verbessern nicht nur den Klang, sondern eignen sich auch, wenn abends zum Beispiel schlafende Kinder nicht durch laute Stimmen, Explosionen und Schreie geweckt werden sollen. Auch für schwerhörige Menschen können sie eine große Hilfe sein.

Empfehlens­wert sind kabellose Bluetooth-Kopf­hörer – mit ihnen besteht keine Stol­pergefahr. Sie lassen sich an beinahe jeden aktuellen Fernseher anschließen (siehe Detail­ansicht unter „Ein- und Ausgänge“).

Auch kabel­gebundene Kopf­hörer verbessern den Klang, sind aber unkomfort­abler: Wer sie besitzt, braucht ein langes Kabel, das von seinem Sitz­platz bis zum Fernseher reicht.

Tipp: In der Daten­bank der Stiftung Warentest sind Bluetooth-Kopfhörer mit Bestnoten zu finden.

Variante 4: Musik­anlage

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©  M. Cantarellas-Calvo

Sie haben eine Stereo­anlage? Dann können Sie diese einfach über den optisch-digitalen Anschluss oder analog via Klinken- oder Cinch-Kabel an viele Fernseher anschließen. Schon Mini-Anlagen verbessern den Klang von Filmen und Fußball­über­tragungen, kräftige HiFi- oder gar Heim­kino­anlagen erst recht. Einen analogen Audio­ausgang haben die Fernseher meist nur als Kopf­hörer­buchse (3,5-mm-Klinken­buchse). Bei aktuellen Modellen verzichten die Anbieter auch zunehmend darauf, dafür bieten fast alle neuen Modelle Bluetooth.

Tipp: Wie die besten Mini-Hifi-Anlagen heißen, erfahren Sie im Test.

Variante 5: AV-Receiver und Surround-Sound

Wer Surround-Sound aus mehreren Richtungen möchte, braucht fünf oder mehr passive Laut­sprecher, eine Bass­box und einen AV-Receiver. Letzterer wird meist per HDMI an den Fernseher ange­schlossen. Welchen Vorteil neuere HDMI-Versionen dabei bieten, lesen Sie im Artikel Die 7 wichtigsten Anschlüsse am Fernseher.

Tipp: Gute AV-Receiver finden Sie in unserem Test.

Variante 5: Bluetooth-Laut­sprecher

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©  M. Cantarellas-Calvo

Eine besonders elegante Lösung sind Laut­sprecher mit Bluetooth-Funk­technik. Sie brauchen – außer beim Laden des Akkus – keinerlei Kabel. So lassen sie sich fast beliebig im Raum aufstellen. Falls Sie bereits eine Bluetooth-Box haben, können Sie die an Fernsehern mit Bluetooth-Audio-Ausgang direkt verwenden. Dann müssen Sie nichts extra zahlen, um den TV-Sound zu verbessern. Vorteil gegen­über Kopf­hörern: Alle Zuschaue­rinnen und Zuschauer kommen in den Genuss des optimierten Klangs.

Tipp: Welche Bluetooth-Lautsprecher über­zeugt haben, erfahren Sie in der Test-Daten­bank.

So machen Sie Ihren Fernseher bluetooth­fähig

Ihr Fernseher beherrscht Bluetooth nicht? Kein Problem: Die Funk­technik lässt sich bei Fernsehern nach­rüsten. Wie das genau geht, hängt davon ab, welche Audio­ausgänge Ihr TV-Gerät hat.

Fernseher mit Kopf­hörer-Buchse

Die meisten Fernseher haben einen Kopf­hörer­ausgang. In diesem Fall kaufen Sie einen Adapter, der Ihrem Fernseher Bluetooth „beibringt“ und über die Kopf­hörer­buchse ans TV-Gerät angebunden wird. Solche Adapter heißen Bluetooth-Sender und sind ab 20 Euro erhältlich.

  • Um den Adapter mit Strom zu versorgen, verbinden Sie ihn mit einer USB-Buchse Ihres Fernsehers oder mit der Steck­dose, falls dem Sender ein Netz­teil beiliegt.
  • Den Adapter und den Kopf­hörer­anschluss des Fernsehers verbinden Sie per Audio­kabel („Klinke“) – es gehört oft zum Liefer­umfang des Adapters.
  • Akti­vieren Sie bei einge­schaltetem Fernseher den „Pairing“-Modus des Adapters. Wie das geht, steht in der Gebrauchs­anleitung.
  • Schalten Sie Ihre Bluetooth-Kopf­hörer oder -Laut­sprecher ein und versetzen auch sie in den Pairing-Modus – die exakten Schritte stehen wiederum in der Anleitung.

Nach einigen Sekunden verbinden sich Sender und Empfänger, der Ton des Fernsehers läuft nun über Ihr Bluetooth-Gerät.

Fernseher ohne Kopf­hörer-Buchse

Einige Fernseher haben keinen Kopf­hörer­anschluss, dafür aber einen digital-optischen Audio­ausgang.

  • Verwenden Sie in dem Fall einen Bluetooth-Sender, der sich über ein digital-optisches Kabel mit dem Fernseher verbinden lässt.
  • Nachdem Sie den Sender ans TV-Gerät ange­schlossen, mit Strom versorgt und einge­schaltet haben, verbinden Sie den Sender und Ihr kabelloses Empfangs­gerät per Bluetooth.
  • Wie das Pairing funk­tioniert, entnehmen Sie den Anleitungen des Senders und Ihres Empfangs­geräts.

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859 Kommentare Diskutieren Sie mit

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Nutzer­kommentare können sich auf einen früheren Stand oder einen älteren Test beziehen.

systemnutte am 20.09.2022 um 17:48 Uhr
Technisat TV

@Goldieyess : Ich werde mir tatsächlich auf "Risiko" da ungetestet den Technisat Techniline 43 kaufen- wenns geht gebraucht aus Umweltgründen. Er soll speziell für Menschen sein, die nicht jeden Firlefanz brauchen und von grösserer Schrift (EPG..) profitieren. Stromverbrauch niedrig, VESA fähig, Grosstastenfernbedienung. Einzig die Bildqualität über HDMI Einspeisung hätte ich gerne gewusst. Bei DEM Schrottprogramm muss man oft auf Arte.tv ausweichen...

Profilbild Stiftung_Warentest am 19.09.2022 um 11:16 Uhr
Einkabellösung für DVB-S-Empfang

@systemnutte: Ja, mit der Eigenschaft "Einkabellösungen für DVB-S-Empfang" ist die Unterstützung für Unicable (Markenname) gemeint. Alle getesteten Fernseher mit DVB-S(2)-Empfänger lassen sich auch an ein normales Sat-Kabel anschließen.

systemnutte am 18.09.2022 um 18:52 Uhr
Einkabellösung für DVB-S-Empfang

Was bedeutet das? Unicable? Kann man dann auch "normale" Sat kabel DVB-S 2anschliessen?

Goldieyess am 12.09.2022 um 17:25 Uhr
Es fehlen Hersteller

Wir haben in Deutschland noch 3 Hersteller von Fernsehern. Technisat mit Nordmende, Loewe und Metz. Nachdem unser Samsung Fernseher nach wenigen Jahren Bildfehler hat, hätte uns ein Test unter Einbeziehung der deutschen Hersteller sehr interessiert. Schade.

Ruessmann am 03.09.2022 um 14:45 Uhr
LG TV`s stehen bei Test.de immer weit oben.

Ende 2017 haben wir nach der guten Bewertung durch Stiftung Warentest ein LG Fernseher gekauft (LG-B-43 UJ634V).
Nach nun knapp 5 Jahren zeigt das Gerät ein sehr schlechtes Bild.
Nun haben wir versucht über den Support von LG (Eschborn) eine Information zu erreichen,
ob diese Fehlerbild behoben werden kann. Nach 3 Tagen mit diversen Fragen wie Rechnung,
Seriennummer, Fotos von dem Bild etc. gab es dann eine Antwort mit dem Text
"Das TV Gerät befindet sich nicht mehr in der Garantiezeit" und der Hinweis
wenden Sie sich bitte an unseren technischen Servicepartner "Service Center Schmidt Co.KG in Mainz".
Unter der E-Mail Adresse info@scs-mainz.de gab es bisher immer Fehlermeldungen.
Nach den bisherigen Erfahrungen mit LG verstehe ich die Bewertungen durch Stiftung Warentest nicht.
Sollte ich mit einer möglichen Reparatur nicht weiter kommen, wird das nächste Gerät sicher nicht
mehr aus dem Haus LG sein.
Mfg.