Fernseher Special

So gut das Bild eines Flach­bild­fernsehers auch ist – der Ton fällt oft mau aus. Zur Fußball-EM kann die richtige Taktik nur heißen: Team­arbeit zwischen Fernseher und Stereo­anlage.

Torjubel oder Pfeif­konzert – erst die Geräusch­kulisse macht einen Stadion­besuch zum Erlebnis. Beim Fußball­gucken auf einem Flach­bild­fernseher bleibt davon wenig übrig: Die flachen Gehäuse bieten zu wenig Resonanzraum für guten Sound. Zudem hängen sie oft an der Wand, was die Tonqualität zusätzlich mindert. Stadion­klang können Fans auch ohne Heim­kino­anlage ins Wohn­zimmer holen: Sie schließen den Fernseher an die Stereo­anlage an – entweder über einen analogen Cinch-Anschluss oder über eine digitale Verbindung.

Analog: Rot-weißes Team

Fernseher Special

Sofern der Fernseher über einen analogen Cinch-Ausgang verfügt, erfolgt die Verbindung über ein Cinch­kabel, mit je einem roten und weißen Stecker auf jeder Seite. Hat der Fernseher keinen Cinch-Ausgang, kann der Ton über den Kopf­hörer­ausgang über­tragen werden. Das funk­tioniert mit einem Klinke-zu-Cinch-Kabel. Sein Kenn­zeichen: weißer und roter Stecker nur auf einer Seite, herkömm­licher Kopf­hörer­stecker auf der anderen. Ganz gleich welche Lösung der Akustikfreund wählt – er muss das Kabel mit einem analogen Eingang an der Stereo­anlage (zum Beispiel „Aux“) verbinden und die Anlage auf den entsprechenden Kanal schalten.

Tipp: Für optimalen Klang sollten nur die Laut­sprecher der Anlage zu hören sein, der Fernseher sollte so leise wie möglich sein. Nicht jedes Fernsehgerät schaltet auto­matisch die eigenen Laut­sprecher ab, sobald ein Kopf­hörer einge­steckt ist. Nutzen Sie dann das Bild­schirmmenü am Fernseher. Stellen Sie die Laut­stärke für den Kopf­hörer­ausgang am Fernseher am besten auf etwa zwei Drittel des Maximums. Regeln Sie die Laut­stärke über die Anlage.

Digital: Modernes Pass­spiel

Neuere Fernseher und Stereo­anlagen über­tragen den Ton auch digital. Dafür gibt es zwei Möglich­keiten. Bei der optischen Methode leitet der Fernseher das Tonsignal per Infrarotlicht durch ein Glasfaser­kabel an die Stereo­anlage weiter. Variante zwei über­trägt das Tonsignal digital elektrisch. Anschluss und Stecker sind hier häufig orange. Vorteil der digitalen im Vergleich zur analogen Über­tragung: Der Fernseher leitet den Ton störungs­frei und mit mehr Tonkanälen an die Stereo­anlage weiter. Gerade bei Sport­über­tragungen strahlen die Sender zum Beispiel auf ihren HD-Kanälen sehr guten Ton aus. Wer den in seiner vollen Qualität an die Anlage weiterleiten will, nutzt besser die digitale Über­tragung. Zu erkennen sind digitale Anschlüsse an Kenn­zeichnungen wie „Digital Out“ oder „S-P/DIF“.

Tipp: Es gibt Geräte, die sowohl Audio-Ein- als auch -Ausgänge haben. Verwenden Sie beim Fernseher den „Out“-Anschluss, an der Stereo­anlage „In“, ansonsten bleibt alles still. Stellen Sie im Menü des Fernsehers ein, welchen Tonausgang Sie zur Über­tragung benutzen. Nicht jedes Gerät erkennt das auto­matisch.

Receiver und Blu-ray: Wechsel­spieler

Der Ton muss nicht zwingend vom Fernseher an die Stereo­anlage über­tragen werden. Auch Sat-Receiver oder Blu-ray-Spieler verfügen oft über Audio­ausgänge. Hat der Fernseher zum Beispiel „nur“ einen analogen Ausgang, der Sat-Receiver aber einen digitalen, ist es sinn­voll, den Ton direkt vom Receiver zur Anlage zu bringen. Achtung: Der Ton läuft dann nur über die Anlage, wenn der Receiver zum Fernsehen benutzt wird. Beim Audio­anschluss über den Receiver kann es zu einem Problem bei der Synchronität von Bild und Ton kommen: Der Ton ist schneller bei der Stereo­anlage als das Bild auf der Matt­scheibe erscheint. Der Fußball­fan hört den Torjubel schon, bevor er den Ball im Netz zappeln sieht.

Tipp: Bei manchen TV-Recei­vern können Sie über das Menü den Ton verzögern, damit er zum Bild passt.

Boxen: Die richtige Aufstellung

Fernseher Special

Damit das Team aus Fernseher und Stereo­anlage zu Höchst­form aufläuft, müssen Passiv-Kicker noch die richtige Aufstellung wählen. Nichts ist störender als Ton, der aus der falschen Ecke kommt. Daher gilt: Nach Möglich­keit eine Box links und eine rechts neben dem Fernseher aufstellen, so kommt der Ton gleich­mäßig von vorn. Die Laut­sprecher sollten nicht direkt an der Wand stehen. Dann kommen auch die dumpfen Bass­töne der Trommeln im Stadion gut herüber und klingen nicht mulmig.

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