Fernseher Test

Die Preise von Flachbildschirmen steigen meist exponentiell zu ihrer Größe. Kleine LCDs mit 51 Zentimetern Bildschirmdiagonale gibt es ab 450 Euro. Für Geräte mit 15 Zentimetern mehr Diagonale wandert mindestens doppelt so viel Geld über den Ladentisch. Richtig teuer sind jedoch Großbildschirme: Hier sind Preise zwischen 2 000 und 3 000 Euro nichts ungewöhnliches. Nur wenige können oder wollen so viel Geld für einen neuen Fernseher ausgeben. test.de zeigt gute und erschwingliche LCD-Geräte kleiner und mittlerer Größe.

Probleme bei analogen Empfängern

Von 15 Geräten im Test haben nur vier insgesamt ein „gutes“ Bild. Die meisten Probleme haben die LCDs, wenn das Signal über den eingebauten Analogtuner kommt. Das ist für Zuschauer von Nachteil, die noch analog per Kabel oder Antenne fernsehen. Mit extrem grünstichigen und unscharfen Bildern bekam der Fernseher von Quelle/Universum nur ein „Mangelhaft“ in diesem Prüfpunkt. Das beste Bild für den Analogempfang liefert der Samsung LE26R71B - allerdings mit klirrenden Tönen und ohne Tiefen. Tipp: Wenn Sie vom Klang des neuen Fernsehers enttäuscht sind, können Sie den Ton auch über eine Stereoanlage führen.

Besser über Scart

Mehr Freude machen die LCDs, wenn die Signale über einen Scart-Anschluss zum Fernseher gelangen. Dies ist der Fall bei DVD- und Videoplayern oder bei Set-Top-Boxen mit angeschlossener DVB-T Antenne oder Satellitenschüssel oder mit einer Kabel-Box. Immerhin: Vier Fernseher zeigen gute Bilder über Scart-Anschluss. Noch besser sind die Bilder beim hochauflösenden Fernsehen (HDTV). Alle Geräte mit dem HD ready-Zeichen liefern hier gute oder sehr gute Bilder. Der Haken an der Sache: Bisher strahlen nur wenige, in der Regel meist kostenpflichtige Sender einzelne Sendungen und Filme in hochauflösendem Standard aus. Außerdem ist für deren Empfang eine Satellitenschüssel oder ein digitales Kabel und zusätzlich ein spezieller Receiver nötig. Diese kosten noch einmal mehrere Hundert Euro.

Für Hobbyfotografen

Fernseher dienen nicht mehr nur zum Fernsehen. Einige Hobbyfotografen nutzen sie auch für Diashows ihrer digitalen Schnappschüsse. Hier reicht die Bildqualität von ausgezeichnet für den JVC bis zu pixeligen, zu bunten Bildern bei Toshiba. Interessant: Auf keinem der Fernseher ist ein nennenswerter Unterschied sichtbar zwischen Fotos mit drei Megapixeln und VGA-Fotos mit schnöden 640 mal 480 Pixeln. Für diese Zwecke reicht also auch die niedrigere Auflösung - dann geht es schneller.

Breite Rahmen

Die Modelle mit 51 Zentimetern Bildschirmdiagonale schneiden beim Bild und Ton schlechter ab als die etwas größeren mit 65 bis 69 Zentimetern. Außerdem sind sie weniger vielseitig. Wer trotzdem wegen des Designs zugreift, sollte folgendes bedenken: Zu den meisten Geräten gehört ein externes Netzteil wie bei einem Laptop. Bei den LCDs stecken zudem die Lautsprecher im Rahmen. Die Maße des Fernsehers sind somit zum Teil deutlich breiter, als die Bildschirmdiagonale vermuten lässt. Wirklich kompakt sind nur Sharp und Toshiba. Ausladende Rahmen gibt es allerdings auch bei den größeren LCDs.

Fazit

Fernseher, die gute Bilder über Scart-Anschluss und eingebauten Analog-Tuner bieten, gibt es nur wenige. Gut beraten ist, wer seinen Flachbildschirm entsprechend aussucht: für Empfang über Scart Geräte mit guten Noten im Prüfpunkt „Pal-Video“. Für Empfang über Tuner eignen sich LCDs, die beim „Analog-Tuner“ ordentlich abgeschnitten haben. Wer allerdings keinen Wert auf einen flachen Bildschirm legt, kann auch ein Röhrengerät in Betracht ziehen. Diese sind preiswerter als Flachbildschirme und brauchen sich in Sachen Bildqualität oft nicht hinter ihren flachen Konkurrenten zu verstecken.

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