Fernseher (70/72 cm, 100 Hz) Test

70-Zentimeter-Fernseher sind in Deutschland besonders beliebt. Mit moderner 100-Hertz-Technik bringen sie fast flimmerfreie Bilder ins Haus. Was den derzeit verkauften Fernsehgeräten allerdings fehlt, ist ein digitaler Tuner. Wer sein Programm noch via Antenne empfängt, braucht demnächst einen zusätzlichen Decoder. Im Test: 13 Farbfernsehgeräte mit 70-Zentimeter-Bildschirm im normalen 4:3-Format. Preise: 400 bis 1.300 Euro.

Bild ohne Tadel

Die Bilder sind gut: scharf und fast ohne Flimmern. 100-Hertz-Fernseher bringen nicht nur 25 sondern 50 Bilder pro Sekunde auf den Schirm. Vor allem stehende Bilder wirken dadurch deutlich ruhiger als bei 50-Hertz-Fernsehern. Das beste Bild im Test hatte der Grundig Elegance 72 Flat für 1.030 Euro. Nachzieheffekte sind hier kein Problem. Früher konnte das Bild der 100-Hertz-Fernseher bei schnellen Bewegungen verwischen. Tennisbälle oder Rennwagen zogen mitunter einen Schweif. Im Test gab es nur noch ein Modell, dass bei schnellen Bewegungen Unschärfen zeigte: der Panasonic TX-29AL10C.

HiFi-Anlage verbessert den Klang

Die beiden Testsieger von Grundig und Loewe klingen sehr gut. Selbst ohne HiFi-Anlage. Trotzdem gilt: Wer den Fernseher mit der Stereoanlage und guten Boxen verbindet, verbessert den Klang. Das geht bei allen Apparaten via Scart-Buchse oder Audioausgang. Einige Fernseher imitieren auch mehrdimensionalen Klang. Elektronische Schaltungen machens möglich. Echtes Dolby-Surround – wie im Kino – gibt es in der getesteten TV-Preisklasse allerdings nicht.

Zusatzgerät ab 200 Euro

TV-Programme werden über Kabel, Satellit oder Antenne ausgestrahlt. Das funktioniert analog und digital. Fernsehgeräte sind bisher immer auf analogen Empfang ausgelegt. Für digitale Signale gibt es Zusatzgeräte, so genannte Set-Top-Boxen. Preis: ab etwa 200 Euro. In Berlin, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Nordrhein-Westfalen werden die Fernsehprogramme über Antenne bald nur noch digital ausgestrahlt. Die anderen Bundesländer folgen bis 2010. Im Kabel und via Satellit bleibt die analoge Übertragung vorerst erhalten.

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