Fernsehen über Antenne Meldung

Ab Herbst 2002 sollen alle Haushalte in Berlin und Umgebung, die ihre Fernsehprogramme über Antenne (terrestrisch) empfangen, auf digitales Fernsehen umgestellt werden. Das betrifft knapp 150 000 Haushalte. Wer sich dann keinen Decoder (Set-Top-Box) für seinen Fernseher kauft, hat eine dunkle Flimmerkiste. Eine Set-Top-Box wandelt die digitalen Signale um und macht sie als Fernsehbild sichtbar. Das kann aber teuer werden. Die Boxen sollen etwa 200 Euro kosten. Wer zwei Fernseher hat, muss sich auch zwei Decoder holen – und schon sind 400 Euro weg.

Gespart werden kann aber auch: Wer zum Beispiel seinen monatlich bis zu 13,24 Euro teuren Kabelanschluss kündigt und digital über die kleine, bei einigen Decodern auch integrierte Stabantenne fern sieht, der hat die Kosten für die Box in gut zwei Jahren wieder drin. Und für die Zuschauer sind Vorteile versprochen: eine bessere Bild- und Tonqualität, Zusatzdienste wie elektronische Programmführer, Empfang in der Wohnung, im Garten, beim Camping, auf dem Boot und im Auto. Bisher empfangen die Haushalte 12 Programme analog, mit dem „Digital Video Broadcasting Terrestrial“ (DVB-T) werden es über 20 sein.

Nach Berlin wird das digitale Fernsehen auch in anderen Ballungsräumen, zum Beispiel im Ruhrgebiet oder in Norddeutschland, eingeführt. Im Jahr 2010 soll der Umstieg vom analogen zum digitalen terrestrischen Fernsehen bundesweit erfolgt sein.

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