Fernsehempfänger mit Festplattenrekorder „Weltneuheit“ mit Schwächen

21.11.2002

Tatsächlich: Was Quelle da als Weltneuheit anpreist, ist als Fernsehgerät mit integrierter Computerfestplatte einzigartig. Doch es gibt einiges zu kritisieren.

Inhalt
  1. Überblick
  2. test Kommentar

Den werbefinanzierten Fernsehsendern dürften solche Geräte nicht passen: Fernsehempfänger, die die Werbeblöcke auf Knopfdruck im Schnelldurchlauf zeigen. Das Zauberwort heißt „zeitversetztes Fernsehen“. Das geht mit TV-Empfängern, die das eingestellte Programm kontinuierlich auf eine Computerfestplatte aufzeichnen und bei Bedarf von Anfang an wiedergeben – auch während die Sendung noch läuft. Standbild, Zeitlupe, Zeitraffer oder Wiederholungen sind inklusive.

Quelle bietet den ersten TV-Apparat mit Festplatte, ein Modell mit 70-Zentimeter-Röhre, 50 Hertz und durchschnittlicher Bildqualität. Auf seine 40-Gigabyte-Festplatte passen je nach Qualitätsstufe zwischen 10 und 50 Stunden Programm.

Wer seine Programme aus dem Kabel holt, kann das „tvtv-System“ nutzen, eine elektronische Programmzeitung (IPG, Interactive Programm Guide). Darüber können gewünschte Aufzeichnungen direkt programmiert werden. Per Satellit geht das auch, aber nur über Receiver, die den Videotext an den Fernseher weitergeben. Das können nicht alle.

Die Handhabung des IPG konnte nicht überzeugen. Die Benutzerführung ist oft unübersichtlich oder unlogisch. Insgesamt reagiert das Gerät oft träge, so zum Beispiel beim Programmwechsel. Die Bedienungsanleitung könnte besser gegliedert sein. Doch die Fernbedienung ist gut.

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