Fern­gläser Damit behalten Sie den Durch­blick

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Fern­gläser - Damit behalten Sie den Durch­blick
Empfehlens­werte Fern­gläser. Nikon 10 x 25 Travelite EX für etwa 120 Euro und Olympus 8x25 PCI für rund 70 Euro. © Anbieter (M)

Ob auf Wandertouren oder im Opern­haus – Fern­gläser sind so klein und leicht, dass sie über­all problemlos mitgenommen werden können. Das britische Verbrauchermagazin Which?Travel hat acht kompakte Fern­gläser in der Preisklasse von 50 bis 150 Euro getestet. Unsere Kollegen wählten zwei­rohrige (binokulare) Modelle mit acht- oder zehnfacher Vergrößerung aus.

Test auf Herz und Nieren

Unsere Kollegen von Which?Travel prüften die Ferngläser auf alle wichtigen Eigenschaften: Ist das Bild klar und hell? Darf das Fern­glas auch mal fallen, ohne kaputt zu gehen? Und wie wasser­fest sind die Modelle? Darüber hinaus testeten die eng­lischen Kollegen auch Hand­habung, Komfort, sowie die Gebrauchs­anleitung.

Robuster Testsieger

Testsieger wurde das Fern­glas Nikon 10 x 25 Travelite EX für rund 120 Euro. Es sorgt nicht nur für ein klares und helles Bild, sondern ist auch äußerst robust. Den Fall aus einem Meter über­stand es ohne jegliche Schäden. Auch Regen kann dem Modell nichts anhaben. Darüber hinaus liegt es gut in der Hand und ist dank der verstell­baren Augen­muscheln auch für Brillen­träger geeignet. Einziges Manko: Es gibt keine Möglich­keit, das Fern­glas auf eine Stativ zu stellen. Das wäre vor allem bei einer so vielfachen Vergrößerung vorteilhaft, da es kleine Bewegungen oder leichtes Zittern in der Hand ausgleicht. Das kompakte Fern­glas ist etwa 10 Zenti­meter lang und wiegt 365 Gramm.

Ein Adler­auge auch bei Dämmerung

Das zweite empfehlens­werte Fern­glas, das Olympus 8x25 PCI für rund 70 Euro, ist mit 280 Gramm etwas leichter. Seine Gläser vergrößern zwar nur acht­fach, geben jedoch auch bei schwachem Licht ein gestochen scharfes Bild. Auch dieses Fern­glas hat verstell­bare Augen­muscheln, sodass es Brillen­träger problemlos benutzen können. Die Hülle lässt sich leicht reinigen. Zu viel Wasser verträgt das Modell jedoch nicht. So sollte es lieber in den Ruck­sack gesteckt werden, wenn es anfängt zu regnen.

Zwei Nummern mit Aussagekraft

Auf jedem Fern­glas stehen zwei Nummern. Die erste gibt an, um wie viel Mal das Fern­glas vergrößert. Eine acht heißt somit, dass das Bild acht mal größer erscheint, als mit dem bloßen Auge. Die zweite Nummer beschreibt den Durch­messer der Linse, durch die Licht einfällt. Folg­lich erscheint das Bild durch das Fern­glas heller, je größer diese Nummer ist. Fern­gläser mit weiten Linsen sind also besser geeignet für wenig Licht, wie zum Beispiel bei Dämmerung. Beim Testsieger liegt die Dämmerungs­zahl übrigens bei knapp 16, beim Zweit­platzierten bei rund 14. Aufgrund ihrer Bauart haben sie also schon eher Schwierig­keiten bei schwachem Licht. Für nicht professionelle Zwecke ist der Wert aber völlig ausreichend.

Alles eine Einstellungs­sache

Fern­gläser lassen sich individuell anpassen, um optimale Sicht zu erhalten. So ist beispiels­weise der Abstand zwischen den beiden Okularen – also den Guck­löchern – verstell­bar. Auch mit Hilfe der so genannten Augen­muscheln kann kein Licht von der Seite stören. Dazu müssen sich die Ringe aus Gummi oder Kunststoff gut abdichten – auch an den Schläfen.

Tipp: Probieren Sie das Fern­glas immer erst im Laden aus. So merken Sie, wenn es nicht perfekt anliegt. Für Brillen­träger gibt es spezielle Fern­gläser mit justier­baren oder umklapp­baren Augen­muscheln.

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6 Kommentare Diskutieren Sie mit

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Nutzer­kommentare können sich auf einen früheren Stand oder einen älteren Test beziehen.

Profilbild Stiftung_Warentest am 01.12.2021 um 09:50 Uhr
Schadstoffbelastet

@Gulaschbande: Die Modelle haben wir leider nicht getestet und können keine Auskunft geben.

Gulaschbande am 01.12.2021 um 07:15 Uhr
Schadstoffbelastet

Moin,
sind die zwei Ferngläser (Nikon und Olympus) ebenfalls mit Schadstoffen versetzt? Ihr letzter Ferngläser-Test hat ja jede Menge Schadstoffe und beinahe allen getesteten Modellen festgestellt.

jim-bob am 04.10.2018 um 22:43 Uhr
Neuer Warentest Ferngläser

Ich würde mich auch über einen neuen Warentest "Ferngläser" freuen. Der letzte liegt leider über 12 Jahre zurück.

dk7bu am 13.04.2017 um 17:07 Uhr
Alles eine Einstellungssache

Kann ich bestätigen. Hab online das zweite empfohlene Fernglas von Olympus gekauft und sofort zurückgesandt. Es läst sich nicht für meinen Augenabstand einstellen. Meine Frau hat als Brillenträger ebenfalls Probleme.
Unbedingt im Fachgeschäft beraten lassen. Es wurde ein Steiner Safari UltraSharp 8x22. Ist im
( zu kurzen) Test hier leider untergegangen.

Profilbild Stiftung_Warentest am 31.03.2017 um 12:53 Uhr
Test der Partnerorganisation Which?Travel

@LeoBenjamin: Leider können wir Ihnen zu dem gewünschten Test keine weiteren Details geben, weil es sich hier nicht um einen Test der Stiftung Warentest sondern von dem englischen Verbrauchermagazin Which?Travel handelt. In unserer Meldung berichten wir nur über die in Deutschland erhältlichen Modelle, die im Test gut abgeschnitten haben. Wer sich für den gesamten Inhalt interessiert, kann diesen kostenpflichtig auf der Seite der Partnerorganisation erwerben.
Ihre Nachfrage nehmen wir gerne als Testanregung auf und leiten sie an das zuständige Untersuchungsteam weiter. Vielen Dank dafür. (MK)