Fernbusse Meist günstig, pünkt­lich und gut

11.07.2014
Fernbusse - Meist günstig, pünkt­lich und gut
© Fotolia / T. Sohlman

Der Markt für Fernbusreisen wächst. Es gibt immer mehr Linien, die Passagierzahlen steigen stetig – und die Tickets sind günstig. Doch wie steht es um Komfort, Sicherheit und Pünkt­lich­keit? Neben Verbindungs­suche und Buchungs­modalitäten bewerteten die Tester vor allem diese Aspekte. test nennt die Stärken und Schwächen der neun getesteten Anbieter, informiert über Preise und Stre­ckennetz, und sagt, über welche Such­maschinen Reisende güns­tige Busverbindungen finden können.

Zu diesem Thema bietet test.de einen aktuel­leren Test: Fernbusreisen.

Fernbusse Testergebnisse für 9 Fernbuslinien 07/2014

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Inhalt
Liste der 9 getesteten Produkte
Fernbuslinien 07/2014
  • ADAC Postbus Hauptbild
    ADAC Postbus
  • Berlin Linien Bus Hauptbild
    Berlin Linien Bus
  • City2city Hauptbild
    City2city
  • Dein Bus Hauptbild
    Dein Bus
  • Eurolines Hauptbild
    Eurolines
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    Flixbus
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    IC Bus
  • Mein Fernbus Hauptbild
    Mein Fernbus
  • Public Express Hauptbild
    Public Express

Unschlagbar preis­wert

Von Berlin nach Hamburg für 8 Euro, von Köln nach München für 19 – eine Fahrt mit dem Fernbus ist unschlagbar preis­wert. Zeit müssen die Reisenden allerdings mitbringen. Der Bus ist meist viel länger unterwegs als etwa die Bahn. Die Stiftung Warentest hat geprüft, was der neue Mobilitäts­service taugt. Das Ergebnis ist erfreulich. Das Urteil für die Test­fahrten lautet bei allen geprüften Fernbus­linien mindestens gut. Die Busse sind bequem, pünkt­lich, der Service ist ordentlich. Auch bei der Verbindungs­suche, beim Buchen und Stornieren treten nur gelegentlich Schwächen auf.

Unfaire Klauseln

Also alles in bester Ordnung? Nicht ganz. Da wären noch die allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB), die das Vertrags­verhältnis zwischen Busunternehmen und Fahr­gast regeln. Noch bis vor ein paar Monaten waren sie bei den meisten Anbietern alles andere als fair. Erst unter juristischem Druck von der Verbraucherzentrale Nord­rhein-West­falen haben die Firmen ihre Bedingungen geändert.

Sicherer Trans­port

Der Bus gilt als eines der sichersten Verkehrs­mittel. Weniger als 0,1 Prozent aller 2012 tödlich verunglückten Verkehrs­teilnehmer waren Bus-Insassen, so das Statistische Bundes­amt. Linienbusse werden streng kontrolliert. Sie müssen jähr­lich zur Haupt­unter­suchung, ab dem zweiten Jahr der Zulassung zusätzlich zur Sicher­heits­prüfung. Nach dem dritten Jahr erfolgt diese Prüfung vierteljähr­lich. Für Busfahrer, deren Führer­schein alle fünf Jahre verlängert werden muss, gelten strenge Lenk- und Ruhe­zeiten. Die Tester sahen sich Zustand und Ausstattung der Busse genau an. Sie kontrollierten, ob Prüfplaketten aktuell waren, und sie beob­achteten die Fahrer. An den oft recht neuen Bussen gab es kaum etwas auszusetzen. Die Fahrer waren aber mitunter durch den Verkauf von Snacks und Getränken abge­lenkt oder durch Telefonieren. Bei City2city fiel eine teil­weise recht aggressive Fahr­weise negativ auf. [Update 19.11.2014] Der Anbieter City2city hat inzwischen den Betrieb einge­stellt. [Update Ende] Auf den meisten Fahrten hatten die Testpassagiere trotzdem ein gutes subjektives Sicher­heits­empfinden.

Vier von fünf Bussen pünkt­lich

Ausstattung und Service sind bei den meisten getesteten Linien gut. Dein Bus und Eurolines fallen etwas ab, da sie zum Teil mit älteren Fahr­zeugen unterwegs sind, bei denen nicht alles in Ordnung war. Zum Beispiel war die Innen­einrichtung mitunter etwas abge­nutzt, Klapp­tische beschädigt und der Geruch unangenehm. Um die Pünkt­lich­keit zu prüfen, haben die Tester von jedem Anbieter 40 Fahrten ausgewertet. Ergebnis: 80 Prozent aller Busse waren pünkt­lich. Sie haben den Fahr­plan mit einer Toleranz von fünf Minuten einge­halten. Verspätungen von mehr als 30 Minuten gab es nur bei 12 von 360 über­prüften Fahrten. Das sind rund 3 Prozent. Fernbusse sind oft lange unterwegs. Mithilfe des kostenlosen WLan kann sich der Fahr­gast bei fast allen Anbietern die Zeit mit Internetsurfen vertreiben. Allerdings war das WLan auf den Test­fahrten nicht immer verfügbar.

11.07.2014
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