Seit kurzem können Reisende statt mit Bahn, Auto oder Flugzeug auch mit dem Fernbus durch Deutsch­land fahren.

Inzwischen gibt es vier große Linienbus-Anbieter am Markt: Die meisten Linien hat die Berliner Linien Bus GmbH, ander auch die Deutsche Bahn beteiligt ist. Sie unterhält 32 Fernbus­linien und fährt europaweit über 300 Ziele an (siehe www.berlinlinienbus.de).

Über zehn Linien haben Flixbus.de, Meinfernbus.de und Deinbus.de. Die Tickets lassen sich online buchen.

Die neuen Angebote gibt es nach einer Änderung des Personenbe­förderungs­gesetzes zu Jahres­beginn. Bisher hatte ein Gesetz von 1934 den Fernbus­verkehr parallel zu Bahn­stre­cken fast unmöglich gemacht. Ausnahmen gab es für Stre­cken von und nach West-Berlin.

Billiger als Bahnfahren ist das Reisen mit den neuen Fernbussen allemal. Eine Fahrt von München nach Frank­furt am 10. März kostet mit Flixbus abhängig von der Reise­zeit zwischen 15 und 19 Euro. Zum Vergleich: Für die gleiche Strecke zahlen Kunden, die mit dem ICE fahren und ein Spar­angebot nutzen, zwischen 69 und 79 Euro. Busreisende brauchen aber rund zwei­einhalb Stunden länger.

Bei Städten, die nicht an den Haupt­stre­cken der Bahn liegen, kann es anders aussehen: Wer am 10. März mit Deinbus.de von München nach Tübingen reist, ist ähnlich lange unterwegs wie mit der Bahn, muss aber nicht umsteigen. Sparen kann man etwa 10 Euro.

Tipp: Eine Markt­über­sicht und ein Preis­vergleich zwischen Reisen mit Bahn und Fernbussen erscheint in der Mai-Ausgabe unserer Schwesterzeit­schrift test. Online ist sie ab 25. April unter www.test.de/fernbusse erhältlich.

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