Wer empfindliche Computerbauteile oder Speichermedien wie Ram-Bausteine im Internet bestellt, darf sie bei Nichtgefallen innerhalb von zwei Wochen zurückschicken. Das entschied das Oberlandesgericht Dresden (Az. 8 U 1535/01). Anders lautende allgemeine Geschäftsbedingungen seien unwirksam. Ausschließen darf man den Widerruf etwa bei verderblichen Lebensmitteln. Bei Computerteilen könnten Händler dagegen nach Erhalt der Ware leicht prüfen, ob die Ware vor der Rücksendung ausgetauscht oder beschädigt wurde, so das Gericht.

Tipp: Das Widerrufsrecht ergibt sich ab dem 1. Januar 2002 nicht mehr aus dem Fernabsatzgesetz, sondern direkt aus dem Bürgerlichen Gesetzbuch. Ab dann dürfen Versender vom Besteller Ersatz für den Wertverlust durch die Benutzung der bestellten Waren verlangen. Nur das Überprüfen oder Anprobieren bleibt zwingend kostenlos.

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