Über 20 Millionen männliche Ferkel werden jedes Jahr in Deutschland kastriert. Der Grund: Erhitztes Fleisch von geschlechtsreifen Ebern kann hormonell bedingt abstoßend riechen und ist dann ungenießbar. Tierschützer kritisieren: Der nachgewiesen schmerzhafte Eingriff erfolgt meist ohne Betäubung und oft ohne Schmerzmittel danach. Das betäubungslose Kastrieren ist hierzulande in den ersten sieben Lebenstagen erlaubt – sogar bei Bioschweinen, aber nur noch bis 2012. In der Schweiz und in Norwegen ist es dagegen verboten. An Alternativen wird noch geforscht: Vorstellbar ist, die Jungeber zu schlachten, bevor sie geschlechtsreif sind, und so auf die Kastration zu verzichten. Möglich wäre auch eine Art Impfung gegen den Ebergeruch, die sogenannte Immunokastration.

Tipp: Wenn Sie Wert auf die Narkose bei der Kastration legen, kaufen Sie Fleisch von Neuland oder Bioland. Deren Richtlinien schreiben eine Narkose vor.

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