Ferkel­kastration Worauf Käufer von Schweine­fleisch achten können

Ferkel­kastration - Worauf Käufer von Schweine­fleisch achten können
Stinker? Werden Eber als Ferkel nicht kastriert, kann ihr Fleisch unangenehm riechen. © plainpicture / Agripicture

Ab Januar 2019 sollte es gesetzlich verboten sein, männ­liche Ferkel ohne Betäubung zu kastrieren. Nun hat der Bundes­tag zuge­stimmt, das Verbot um zwei Jahre zu verschieben. Der Branche war es nicht gelungen, in fünf Jahren Über­gangs­frist ein praxis­taugliches Verfahren zu etablieren, unter dem die Ferkel nicht leiden. Fünf Alternativen gibt es, alle haben Nachteile. Beispiel: Erst seit Kurzem ist ein Narkosegas zugelassen. „Noch müssen Tier­ärzte die Narkose geben, aber es gibt viel zu wenige für die Zahl der in Deutsch­land geborenen Ferkel“, sagt Mandes Verhaagh vom bundes­eigenen Thünen-Institut. Zudem wären so schnell nicht genügend Begasungs­geräte liefer­bar. Auch Bioland­wirte dürfen ohne Betäubung kastrieren: Sie müssen nur ein Schmerz­mittel geben. Das schaltet den Schmerz aber nicht wirk­sam aus.

Tipp: Wenn Ihnen Tier­schutz wichtig ist, können Sie etwa Schweine­fleisch von Bioland, Demeter oder Neuland kaufen. Sie verbieten Kastrieren ohne Betäubung.

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