Rechts­fragen: Miet- oder Reiserecht

Ferien­wohnungen Test

Nicht ohne meinen Hund. Etwa ein Drittel der Ferien­hausmieter reist mit Haustier.

Wer über ein Onlineportal eine Ferien­immobilie bucht, erkennt nicht immer auf Anhieb, mit wem er ins Geschäft kommt. Eindeutig ist dies nur in zwei Fällen: Interchalet und Interhome fungieren als Reise­ver­anstalter. Sie werden Vertrags­partner des Kunden, es gelten dieselben Regeln wie für Pauschalr­eisen. Novasol trat im Test ebenfalls als Veranstalter auf, wegen Unstimmig­keiten im Klein­gedruckten ist hier aber Vorsicht geboten. Bei den übrigen Portalen schließen Kunden einen Vertrag mit dem Eigentümer der Immobilie. Es gilt Mietrecht.

  • Stornierung. Verträge mit Veranstaltern lassen sich stets stornieren – gegen Geld. Welche Summen Anbieter verlangen dürfen, hängt vom Zeit­punkt der Kündigung ab: Wer mindestens 61 Tage vor der geplanten Ankunft in Haus oder Wohnung aussteigt, muss mit bis zu 20 Prozent Storno­gebühr rechnen – bei weniger als 35 Tagen mit bis zu 80 Prozent des vereinbarten Preises. Bei Miet­verträgen gibt es kein verbrieftes Rück­tritts­recht. Entsprechend unterschiedlich sind die Rege­lungen der Anbieter.
  • Umbuchung. Ein Recht umzu­buchen gibt es nicht. Bei allen Portalen im Test ist es möglich – meist gegen Zahlung einer Umbuchungs­gebühr.
  • Preis­änderung. Wer nach Vertrags­abschluss inner­halb von vier Monaten den Urlaub antritt, kann sicher sein, dass er nicht mehr als den vereinbarten Preis bezahlen muss. Auch wer mehr als vier Monate im Voraus bucht, muss Aufschläge nur unter bestimmten Bedingungen hinnehmen. Zudem hat der Kunde in diesem Fall ein Rück­tritts­recht.
  • Gerichts­stand. Gibt es juristischen Ärger, müssen Kunden mitunter im Ausland um ihr Recht kämpfen. Das gilt vor allem, wenn die Immobilie nicht in Deutsch­land liegt und der Vermieter eine Privatperson ist.

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