Ferienwohnung Vermieter können Steuern sparen

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Deutsche dürfen künftig ihre Verluste, die sie im Rahmen der Vermietung ihres Ferienhauses im Ausland machen, bei ihrem Finanzamt in Deutschland verrechnen lassen. Das gilt jedenfalls, wenn sich der Bundesfinanzhof durchsetzt.

Die deutschen Finanzämter sehen das momentan noch anders. Sie erkennen nur Verluste an, die für ein vermietetes Häuschen auf deutschem Boden entstanden sind.

Das Problem wird relevant, wenn jemand ein Feriendomizil im Ausland besitzt, das er für die Zeit, in der er nicht dort wohnt, vermietet. Häufig sind die Kosten für ein solches Haus, zum Beispiel Kreditzinsen, höher als die Mieteinnahmen. Liegt die verlustreiche Immobilie in Deutschland am Tegernsee, müssen die Eigentümer weniger Einkommensteuer zahlen. Verluste durch ein Haus auf Mallorca akzeptieren die Finanzbeamten bisher nicht.

Der BFH widerspricht dieser Praxis nun. Die geltende Rechtslage hierzulande verstoße gegen Europarecht (Az. I R 13/02). Das letzte Wort hat nun der Europäische Gerichtshof (EuGH). Experten erwarten, dass sich der EuGH der Auffassung des BFH anschließt.

Tipp: Wenn Sie mit der Vermietung Ihrer Immobilie im Ausland Minus machen, sollten Sie gegen Ihren Steuerbescheid Einspruch einlegen und einen Antrag auf Aussetzung der Vollziehung beantragen. Verweisen Sie auf die kommende EuGH-Entscheidung (Az. C-152/03).

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