Ferienwohnung Meldung

Bringt die Vermietung einer Ferienwohnung jahrelang nur Verluste, hält das Finanzamt das Ganze für Liebhaberei und unterstellt, dass der Vermieter in Wahrheit gar nicht die Absicht hat, mit der Wohnung Gewinne zu erwirtschaften. Die Folge ist fatal: Dann erkennt es Werbungskosten aus Vermietung und Verpachtung (zum Beispiel für Schuldzinsen, Herd und Spüle) nicht an. Anders ist das, wenn der Eigentümer die Immobilie überhaupt nicht selber nutzt, sondern ausschließlich an wechselnde Feriengäste vermietet: Dann dürfen die Beamten keine Liebhaberei mehr unterstellen, urteilte jetzt der Bundesfinanzhof. Vermieter, die ihre Ferienimmobilie teilweise selbst nutzen und teilweise an wechselnde Feriengäste vermieten, müssen dagegen eine Prognoserechnung über einen Zeitraum von 30 Jahren vorlegen. Nur wenn diese Rechnung unterm Strich einen Überschuss ergibt, werden auch Verluste in einzelnen Jahren anerkannt (Az. IX R 97/00).

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