Eine Kölnerin, die ihre Ferien­wohnung auf Sylt für 2,5 Millionen Euro verkauft hat, muss den Verkaufs­gewinn von mehr als 2,1 Millionen Euro nicht versteuern. Das hat aktuell der Bundes­finanzhof (Az. IX R 37/16) entgegen dem Urteil des Finanz­gerichts Köln (Az. 8 K 3825/11) entschieden.

Das Finanz­amt darf den Verkaufs­gewinn nicht versteuern, weil die Frau die Ferien­wohnung nur selbst nutzte – wenn auch nur zeit­weise. Sie hatte sie nicht vermietet. Entscheidend ist, dass die Immobilie jeder­zeit zur Selbst­nutzung zur Verfügung stand. Unschädlich ist, wenn die Eigentümerin gemein­sam mit ihren Familien­angehörigen oder einem Dritten dort gewohnt hat.

Entscheidend ist, dass die Frau ihr Ferien­domizil im Jahr des Verkaufs und in den beiden Jahren zuvor selbst genutzt und nicht vermietet hat. Ansonsten müsste sie auf den Verkaufs­gewinn Steuern zahlen, weil sie das Haus inner­halb von zehn Jahren nach dem Kauf verkauft hat.

Dieser Artikel ist hilfreich. 1 Nutzer findet das hilfreich.