Fehlt bei einem Hoch­bett in einem angemieteten Ferien­haus die Absturzsicherung, haftet der Vermieter für durch Stürze verursachte Verletzungen. In dem vom Ober­landes­gericht Karls­ruhe entschiedenen Fall klagten die Eltern eines Fünf­einhalb­jährigen gegen einen deutschen Ferien­haus­vermieter. In einer von ihnen angemieteten Berg­hütte in der Schweiz war ihr Sohn aus einem ungesicherten Hoch­bett kopf­über auf den gefliesten Boden gestürzt. Der Vermieter muss nun 10 000 Euro Schmerzens­geld an die Familie zahlen. Mit der fehlenden Absturzsicherung habe er seine Verkehrs­sicherungs­pflicht verletzt, so das Gericht. Demnach hafte er allein für den verkehrs- und vertrags­widrigen Zustand. Die Eltern treffe kein Mitverschulden (Az. 7 U 196/15).

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