Fehler­hafte Schön­heits-OP Meldung

Für eine miss­lungene Schön­heits­operation in der Türkei muss ein Vermittler haften.

Eine Frau erhält nach miss­lungenen Schön­heits­operationen in der Türkei ein Schmerzens­geld in Höhe von insgesamt 12 000 Euro. Die Entschädigung muss zuzüglich der Zinsen seit dem Operations­zeit­punkt 2010 gezahlt werden. Das hat das Land­gericht Dort­mund entschieden (Az. 4 O 247/11). Das Besondere an dem Urteil: Nicht der Operateur, sondern der deutsche Vermittler muss die Entschädigung zahlen.

Die Frau hatte sich 2010 an ein Kölner Kosmetik­studio gewandt, das sie an einen Arzt aus Ankara vermittelt hatte. Der Mediziner führte in den Räumen des Kosmetik­studios Vor- und Nach­unter­suchungen durch, die Operationen fanden in der Türkei statt. Doch die Bauch- und Brust­straffung miss­lang. Die Frau klagt über Narben, die bis heute schmerzen und die es ihr unmöglich machen, ihren Haushalt weiterhin zu führen.

Weil das Kosmetik­studio als Vertrags­partner aufgetreten ist, muss es laut Urteil das Schmerzens­geld zahlen. Das Land­gericht Dort­mund war zuständig, weil die Kosmetik­studio-Firma ihren Haupt­sitz im benach­barten Lünen hat.

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