Fehler in der Steuererklärung Meldung

Nichts zu befürchten hat ein Arzt, bei dem ein Verlust von rund 6 366 Euro doppelt abge­rechnet wurde, sodass er zu wenig Steuern zahlte. Das Finanz­amt darf nichts nach­fordern, weil die Verjährungs­frist von vier Jahren schon verstrichen war, als der Fehler aufflog. Die Frist verlängert sich nicht auf fünf Jahre, weil keine leicht­fertige Steuer­verkürzung vorgelegen habe, entschied der Bundes­finanzhof (BFH, Az. VIII R 27/10).

Durch einen Fehler des Steuerberaters wurde der Verlust in der Steuererklärung und bei der Fest­setzung der Einkommensteuer doppelt berück­sichtigt. Nach Über­zeugung des BFH konnte der Arzt den Fehler nicht auf den ersten Blick erkennen, als er die Erklärung unter­schrieb. Die Leicht­fertigkeit des Steuerberaters müsse er sich nicht anrechnen lassen. Der Steuerberater scheide als Täter aus, weil er beim Finanz­amt keine Angaben gemacht habe. Sein Mandant habe die Steuererklärung abge­geben.

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