Faxwerbung Meldung

Viel Ärger lösen bei Finanztest-Lesern per Fax geschickte Werbeinformationen aus. Die Leser fragen, wie sie sich gegen ­diesen „elektroni­schen Hausfriedensbruch“ wehren können. Bis heute haben Verbraucher kaum Möglichkeiten, die Zusendung solcher Faxe zu verhindern. Zwar verstößt die unverlangte Faxwerbung wegen unzumutbarer Belästigung gegen das Wettbewerbsgesetz, weil sie bei den Inhabern der Faxanschlüsse Kosten für Papier, Strom, Toner und Wartung sowie erheblichen Ärger durch die Blockierung des Faxgeräts oder nächtlicher Ruhestörung auslöst.

Aktuell ist es in den meisten Fällen unmöglich, gegen unlautere Faxwerbung vorzugehen, weil auf den Faxen meist weder eine Firma noch eine Absenderfaxkennung angegeben ist. Zudem haben weder Gesetzgeber noch die Regulierungsbehörde etwas unternommen, um den Missbrauch zu stoppen und zu ahnden. Das ist nach Auffassung des Verbraucherzentrale Bundesverbandes e.V. (vzbv) aber dringend erforderlich. Dazu ge­hören laut vzbv neben der Verpflichtung zur Anbieterkennzeichnung Kontrollmaßnahmen und Strafen für Netzbetreiber und Anbieter bei Verstößen.

Tipp: Empfänger der Faxe sollten diese wegwerfen und nachts ihre Faxgeräte ausstellen. Auf keinen Fall sollten sie bei auf den Faxen angegebenen teuren 0 190er-Nummern anrufen oder Bestellungen aufgeben. Davon profitieren nur die unseriösen Anbieter.

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