Mehr und mehr Gerichte gehen davon aus, dass ein Fax tatsächlich beim Empfänger angekommen ist, wenn auf dem Sendebericht „OK“ steht. Bislang half das Absendern nicht, wenn sie den fristgerechten Zugang eines Schreibens beweisen wollten.

Das Oberlandesgericht (OLG) München meint nun, dass sich der Empfänger bei einem OK nicht einfach aus der Affäre ziehen kann. Er muss ausdrücklich er­klären, das kein Fax angekommen ist. Die Hemmschwelle zur Lüge liegt höher (Az. 7 U 2451/08). Das OLG Karlsruhe hält ein OK für aussagekräftig, wenn zusätzlich ein Zeuge beim Versand dabei war (Az. 12 U 65/08), und das OLG Celle nahm allein wegen des OK den Zugang eines Schreibens an (Az. 8 U 80/07).

Tipp: Sicherer ist ein Einschreiben. Ist die Zeit dafür zu knapp, holen Sie einen Zeugen und nutzen Sie ein Faxgerät, das den gesendeten Text im Bericht abbildet.

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