Richtig Fasten: Nur für Gesunde

Nicht jeder darf fasten – zumindest nicht ohne ärztliche Aufsicht. Und auch Gesunde müssen dabei einige Regeln beachten.

Nebenwirkungen: Fasten ist Stress für den Körper. Es kann dabei zu Kreislaufbeschwerden (Schwindel), Elektrolytstörungen, niedrigem Blutzuckerspiegel, Kopfschmerzen, Muskelkrämpfen, Schlafstörungen und vorübergehenden Sehstörungen kommen – vor allem dann, wenn nicht ausreichend getrunken wird. Bei stärkeren Beschwerden einen Arzt fragen, eventuell das Fasten abbrechen.

Muskelabbau: Er ist beim Fasten programmiert. Mit Sport und Gymnastik kann man ihm entgegenwirken. Für ausrei­chend Bewegung sorgt auch das Fastenwandern in der Gruppe. Und gemeinsam fällt Fasten leichter. Doch fordern Sie von Ihrem Körper nur das, was er sonst auch leisten kann – lassen Sie ihm aber mehr Zeit. Fasten ist eine Phase der Besinnung, da geht alles etwas langsamer.

Heilfasten: Eine Fastentherapie kann auch Erkrankungen lindern: Diabetes Typ 2, Fettstoffwechselstörungen, Bluthochdruck, Rücken- und Gelenkschmerzen, Migräne, Verdauungs-, Haut- und Atemwegserkrankungen. Heilfasten sollte jedoch nur unter ärztlicher Aufsicht, am besten in einer dafür spezialisierten Klinik durchgeführt werden.

Selbstständig fasten dürfen nur gesunde Erwachsene, die genügend körperliche und seelische „Reserven“ haben. Hilfreich sind dabei Ratgeber, die von fastenerfahrenen Ärzten verfasst sind.

Nur unter ärztliche Anleitung fasten darf, wer unter Essstörungen leidet, Medikamente einnimmt und chronisch krank ist, einen zu hohen oder zu niedrigen Blutdruck oder andere Risikofaktoren hat, depressiv, nervlich angeschlagen ist oder sich erschöpft fühlt.

Überhaupt nicht fasten dürfen Krebspatienten, Magersüchtige, Patienten mit schweren Leber-, Nieren- oder Schilddrüsenerkrankungen, Verwirrte und Demente sowie schwangere und stillende Frauen.

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