Fast 700 000 HP-Kameras betroffen Meldung

Die HP Photosmart R707. test-Urteil 2004: GUT (2,4)

Die HP Photosmart R707. test-Urteil 2004: GUT (2,4)

HP warnt die Besitzer von fast 700 000 Digitalkameras vom Typ „HP Photosmart R707“: Wenn Batterien eingelegt sind und ein Ladegerät angeschlossen wird, kann sie überhitzen und im Extremfall einen Brand auslösen. Grund sei ein Software-Fehler. Trotz Batteriebetrieb schaltet die Kamera im Einzelfall den Ladestrom ein. Abhilfe soll ein so genanntes Firmware-Update schaffen. test.de erklärt, was zu tun ist.

Update soll für Abhilfe sorgen

Der Fehler könne sowohl bei Anschluss eines Ladegeräts als auch in der Dockingstation auftreten. Für Abhilfe soll laut HP ein so genanntes Firmware-Update sorgen. Firmware heißt die auf speziellen Chips in der Kamera gespeicherte Steuerungssoftware. Für das Update müssen Besitzer der Kamera ein kleines Programm von der HP-Homepage herunterladen. Es wird auf dem Computer installiert. Gleichzeitig wird die Kamera an den Computer angeschlossen. Die fehlerhafte Kamera-Software wird dann durch eine fehlerfreie Version ersetzt. HP hält ein detaillierte Anleitung bereit. HP rät allen Besitzern von Photosmart R707-Kameras, die korrigierte Software zu installieren. Auch bei Kameras, die stets mit Akkus betrieben oder nie an ein Ladegerät angeschlossen werden. Schließlich könnte später jemand Batterien in die Kamera einlegen.

Händler in der Pflicht

Kamera-Besitzer, die über keinen Computer verfügen oder die neue Software nicht selbst installieren wollen, können sich innerhalb von zwei Jahren nach dem Kauf auch an den Händler halten. Er hat sie im Rahmen der gesetzlichen Gewährleistung mit einem einwandfreien Gerät zu versorgen. Wenn durch eine Kamera mit fehlerhafter Software zu einem Schaden kommt, hat HP als Hersteller Ersatz zu leisten, ohne dass es auf ein Verschulden ankommt. Bei Sachschäden hat das Unternehmen nur für Schäden über 500 Euro hinaus zu zahlen. Bei Verletzungen ist außer vollem Schadenersatz inklusive Heilbehandlungskosten und Verdienstausfall auch ein angemessenes Schmerzensgeld zu zahlen.

Dieser Artikel ist hilfreich. 40 Nutzer finden das hilfreich.