Methoden auf einen Blick

Abbeizmittel

Heißluftpistole

Lackfräse

Schleifpapier

Abziehklinge

Lösemittelhaltige oder alkalische Abbeizmittel weichen den Lack auf. Mit Spachtel und Metallbürste lässt sich der Abbeizschlamm abnehmen.

Mit einem bis zu 650 Grad heißen Luftstrom wird aus einiger Entfernung der Lack aufgeweicht, der sich dann mit einem Spachtel abnehmen lässt.

Das Gerät wird mit beiden Händen über die Lackfläche geführt. Rotierende Messer fräsen den Lack je nach eingestellter Schnitttiefe schichtweise ab.

Der Lack wird mit Schleifpapier von Hand oder mithilfe einer Maschine (Teller-, Dreieck- oder Schwingschleifge­räte) ab­geschliffen.

Der Lack wird per Hand mit scharfen, verschieden gewölbten Klingen abgezogen.

Vorteile

  • Auch geeignet für Schnitzereien sowie für Profilhölzer mit vielen Kanten und Rundungen.
  • Auch für ungeübte Heimwerker einfach zu handhaben, wenn Sicherheitsmaßnahmen beachtet werden.
  • Bei allen Lacktypen anwendbar.
  • Geeignet für Profilhölzer mit Kanten und Rundungen.
  • Geräte eignen sich auch für andere Arbeiten wie zum Beispiel Löten oder Kunststoffschweißen.
  • Bei allen Lacktypen anwendbar.
  • Es werden keine bedenklichen Chemikalien eingesetzt.
  • Vor allem bei vielen Lackschichten sehr effizient.
  • Schneller als mit Abbeizmitteln oder Heißluft.
  • Bei allen Lacktypen anwendbar.
  • Es werden keine bedenklichen Chemikalien eingesetzt.
  • Von Hand lassen sich auch Profilhölzer mit Kanten und Rundungen abschleifen.
  • Für alle Lacktypen möglich.
  • Es werden keine bedenklichen Chemikalien ein­gesetzt.
  • Gesundheitlich unbedenklich, da beim Arbeiten keine problematischen Gase und Stäube entstehen.

Nachteile

  • Abbeizer enthalten zum Teil gesundheitsschädliche Inhaltstoffe (Atemschutz: Aktivkohlefilter A1).
  • Alkalische Mittel eignen sich nicht für Acryllacke.
  • Teils lange Einwirkzeiten.
  • Alkalische Mittel können stark gerbsäurehaltiges Holz wie Eiche verfärben.
  • Laugen greifen Glas an.
  • Es können gesundheitsschädliche Gase/Rauche beim Erhitzen entstehen (Atemschutz: Gas-Partikel-Kombinationsfilter A1-P2).
  • Acryllack: wenig geeignet.
  • Es besteht die Gefahr, das Holz zu verkohlen.
  • Glas (Fenster) geht durch die Hitze schnell zu Bruch.
  • Geräte sind relativ laut.
  • Es entsteht viel Staub, der gesundheitsschädlich sein kann (Atemschutz: Partikelfilter P2).
  • Nur für ebene Flächen.
  • Bei Un­ebenheiten und beim Entfernen der untersten Lackschicht kann die Holzoberfläche beschädigt werden.
  • Sehr laut (Gehörschutz).
  • Es entsteht viel Staub, der gesundheitsschädlich sein kann (Atemschutz: Partikelfilter P2)
  • Schleifmaschinen nur für ebene Flächen geeignet.
  • Mühsame Arbeit, dauert zum Teil sehr lange.
  • Schleifpapier verklebt.
  • Maschinen sind sehr laut (Gehörschutz).
  • Mühsame Arbeit, dauert zum Teil sehr lange.
  • Für Profilhölzer mit vielen Rundungen weniger geeignet.
  • Beim Abziehen der unter­sten Lackschicht kann die Holzoberfläche beschädigt werden.
  • Klingen werden relativ schnell stumpf.

test-
Kommentar

Wirksame Abbeizer enthalten oft problematische Lösemittel, wenn auch nicht alle gefährlich sind. Alkalische Mittel sind gesundheitlich weniger bedenklich, oft aber auch wenig wirksam. Manche Mittel haften schlecht an senkrechten Flächen, andere müssen mühsam angerührt werden. Suchen Sie sich aus der Tabelle ein Mittel heraus, das Ihren Ansprüchen gerecht wird.

Die Farbentfernung mit Heißluft ist eine chemiefreie Alternative zum Abbeizen. Trotzdem ist die Methode gesundheitlich bedenklich, da Schadstoffe beim Erhitzen des Lacks entstehen können. Beim Arbeiten sollte deshalb möglichst immer Atemschutz getragen werden. Die Ta­belle zeigt, welche Ge­räte gut funktionieren, leicht handhabbar sind und lange halten.

Die Lackfräse ist bei ebenen Flächen und vielen Lackschichten am effizientesten, aber für sensible Oberflächen ungeeignet. Die Schnitttiefe der verwendeten Lackfräse von Metabo lässt sich von 0 bis 0,3 Millimeter einstellen und kann rechtwinklige Falze bear­beiten. Auch längere Fräsvorgänge sind ohne Reinigung der Messer möglich.

Alternative zur Lackfräse. Schleifgeräte sind preiswerter in der Anschaffung, arbeiten aber auch nicht so effizient. Dafür lassen sich durch die Wahl eines feinkörnigen Schleifpapiers auch sensible Oberflächen relativ holzschonend bearbeiten. Schleifen dauert allerdings deutlich länger als Fräsen. Das Schleifpapier verklebt schnell und muss oft gewechselt werden.

Für Gesundheit und Umwelt ist die Abziehklinge (ca. 10 Euro im Baumarkt) die beste Methode. Sie ist völlig schadstofffrei. Es entstehen weder Schleifstäube noch Lösemitteldämpfe oder andere Gase. Auch müssen keine Abbeizschlämme als Sondermüll entsorgt werden. Allerdings erfordert die Arbeit viel Mühe und ist von allen Verfahren das körperlich anstrengendste.