Fanschminke

So haben wir getestet

Fanschminke Testergebnisse für 12 Fan­schminken 07/2016

Inhalt

Im Test: 12 exemplarisch ausgewählte, kosmetische Fanartikel in den Deutsch­land­farben, darunter 7-mal Schminke und 5-mal Klebe-Tattoos. Einge­kauft haben wir die Produkte im Mai 2016; sie mussten bis zum 17. Mai 2016 im Vorfeld der Fußball-Europameisterschaft bereits im stationären oder im Online-Handel erhältlich sein. Die Preise entsprechen den von uns bezahlten Einkaufs­preisen.

Schad­stoffe

Im Labor prüften wir die Schminke und die Tattoos auf Stoffe, die laut EU-Kosmetik-Verordnung verboten sind, in den untersuchten Produkten nicht einge­setzt werden dürfen und/oder gesundheitliche Relevanz besitzen. Das Urteil Schad­stoffe konnte nicht besser sein als das jeweils schlechteste Einzel­urteil.

PAK (poly­zyklische aromatische Kohlen­wasser­stoffe): Wir bestimmten die Gehalte der PAK in Schminke und Tattoos mittels GC-MS in Anlehnung an die Vorgaben der GS-Spezifikation AfPS GS 2014:01 PAK.

Weichmacher (Phthalate): In Schminke und Tattoos prüften wir auf ausgewählte, in kosmetischen Mitteln verbotene, sowie auf als CMR-Stoffe einge­stufte Phthalate mittels GC-MS nach Löse­mittel­extraktion in Anlehnung an DIN EN ISO 18856. CMR (zu deutsch KMR) ist die Abkür­zung für kanzerogen (krebs­er­regend), mutagen (erbgutver­ändernd) und repro­duktions­toxisch (fort­pflan­zungs­schädigend).

Mineral­ölbestand­teile (Mosh und Moah): In Schminke prüften wir mittels online gekoppelter HPLC-GC-FID, ob und gegebenenfalls in welcher Konzentration die Produkte bestimmte Bestand­teile von Mineral­ölen enthielten, nämlich aromatische und gesättigte Mineralöl-Kohlen­wasser­stoffe, Moah und Mosh. Bei positivem Moah-Befund erfolgte eine Absicherung der Ergeb­nisse durch GCxGC-TOF/MS. Hier­durch wurden zusätzliche Informationen über die Strukturen der Moah gewonnen.

Farb­stoffe: Wir untersuchten, welche Farb­stoffe in der Schminke und den Tattoos einge­setzt wurden. Die Prüfung umfasste ausgewählte Farb­stoffe, die typischer­weise in den untersuchten Produkten verwendet werden. Darüber hinaus prüften wir, ob generell für kosmetische Produkte verbotene oder in Schminke und Tattoos nicht erlaubte Farb­stoffe verwendet wurden. Die Farb­stoff­unter­suchung erfolgte mittels LC-DAD nach Extraktion mit organischem Löse­mittel. Einzeln gefärbte Bestand­teile wurden separat untersucht.

Schwer­metalle/Anorganische Schad­stoffe: In Schminke und Tattoos analysierten wir den Gehalt an Antimon, Arsen, Barium, Blei, Kadmium, Chrom, Nickel und Queck­silber. Die Prüfung erfolgte mittels ICP-MS nach Druck­aufschluss in Anlehnung an DIN EN 15763:2010–04. Der Aufschluss erfolgte nach DIN EN 13805:2014-12 (Druck­aufschluss mit Säure).

Flüchtige Verbindungen: Die Tattoos wurden halb­quantitativ auf flüchtige Verbindungen (z. B. Rück­stände von Löse­mitteln) mittels GC-MS nach Extraktion gescreent. Bei auffälligen Befunden wurden die Gehalte der Substanzen quantitativ mittels GC-MS bestimmt.

Nonylphenol: In Tattoos bestimmten wir den Gehalt von Nonylphenol mittels GC-MS nach Löse­mittel­extraktion in Anlehnung an DIN EN ISO 18857–1.

Freies Form­aldehyd: In Schminke und Tattoos bestimmten wir den Gehalt des freien Form­aldehyds mit Nach­säulenderivatisierung in Anlehnung an K 84.00–7 der ASU.

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Engel1984 am 16.07.2019 um 10:11 Uhr
Vielen Dank!

Liebes test.de-Team, ich bin echt froh, über eure Arbeit. Mein Mann ist ein großer Freund von Schminke, wenn er zum Fußball geht. Ich werde darauf achten, ihm etwas unbedenkliches zu kaufen.

CherryBonuscode am 17.11.2016 um 11:43 Uhr
erschreckend ...

Finde ich echt erschreckend. Gerade in Hinblick dessen, dass viele Kinder sich die mit Schadstoffen beschmierte Schminke zur Fußball EM und WM ins Gesicht geschmiert haben. Unverantwortlich!
Vielen Dank für den Test.