Familienspiele Test

Ihnen fehlt noch ein Geschenk? Wir stellen vor: 20 neue gelungene Spiele für Groß und Klein.

Sie kennen das bestimmt: Besuch in der Spieleabteilung. Sie stehen hilflos vor den vollen Regalen. Die Kartons sind verschweißt, ein Blick auf die Bestandteile eines Spiels nicht möglich. Abbildungen und Aufschriften vermitteln aber kaum, was das Spiel letztlich ausmacht, wem es gefallen könnte. Was also kaufen? Am besten ein prämiertes Spiel?

Zum „Kinderspiel des Jahres 2006“ wurde „Der schwarze Pirat“ gekürt. Die Grundidee ist witzig: Die Spieler erzeugen per Blasebalg selbst Wind und treiben damit die Boote voran. In der Praxis zeigte sich aber: Ohne Übung klappt das Pusten nicht so richtig. Die Kinder, die das Spiel für test im Kindergarten ausprobierten, waren frustriert, weil die Holzboote schnell kippten. Ähnliche Erfahrungen machten Familienrunden, wo auch Erwachsene ungeübt damit nicht immer gut zurechtkamen. Fazit: Auch ein prämiertes Spiel taugt nicht für jeden.

Um Enttäuschungen vorzubeugen, stellen wir – wie jedes Jahr – Neuerscheinungen vor, die uns gefallen haben, und beschreiben, wem sie warum Spaß machen könnten. In diese Auswahl beziehen wir auch die Kandidaten für das jeweilige „Spiel des Jahres“ sowie das „Kinderspiel des Jahres“ ein. Die Favoriten der Kinder im Test: „Los Mampfos“, die fressenden und kackenden Holzesel mit Memoryeffekt, und dann „Die Nacht der Magier“, das man im Dunklen spielt. Der rund 15-minütige Feuerzauber ist mit rund 40 Euro allerdings teuer erkauft. Das Spiel wurde aber immer wieder hervorgeholt – nicht nur von Sechsjährigen.

„Spiel des Jahres“ für die Größeren wurde „Thurn und Taxis“ zu 25 Euro, das ganz nebenbei noch ein wenig Geografie vermittelt und für die ganze Familie ebenso taugt wie für Taktiker. Es ist auch zu zweit spannend, aber meist wenig kommunikativ. Und man braucht ein, zwei Runden, um sich in die Finessen hineinzufinden.

Spielspaß gibts auch für weniger Geld. Beispiele aus dem Test: „Von 0 auf 100“ für künftige Rennfahrer (etwa 15 Euro), „Packeis am Pol“ für Groß und Klein (20 Euro), „Aton“ als taktisches Zweierspiel (15 Euro). Und nicht zuletzt „Looping Louie“, der neu aufgelegte, leicht verrückte Klassiker (23 Euro). Billiger wirds mit Sonderangeboten und oft auch bei Spieleversendern (siehe „Noch mehr Spiele“).

Es geht sogar umsonst: Unter www.brettspielwelt.de trifft man sich weltweit zu Spielen wie „Packeis am Pol“. Den Spielspaß mit Freunden oder in der Familienrunde kann das aber nicht ersetzen.

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