Spiele für die Kleinsten

Familienspiele Test

Der schwarze Pirat

Pusten und Kentern. Den Wind, der die Boote antreibt, produzieren die Spieler per Blasebalg. So sollen die Schiffe schnell ihren Hafen erreichen und da Gold einsammeln. Schön, wenn man per Würfel Pirat wird und mit seinem Schiff auf jeder Insel Beute machen darf. Man kann auch Schiffe entern und dort Gold einsacken. Das Pusten per Blasebalg klappt aber oft nicht. Je kleiner und ungeübter die Kinder sind, desto öfter kippen anfangs die Boote. Und: Auch an den Kanten des – grafisch sehr gelungenen – zusammengesetzten Spielfelds können Schiffe scheitern. Kinderspiel des Jahres 2006.

test-Kommentar: Eine originelle Spielidee, die Übersicht übt und Fingerspitzengefühl verlangt. Aber: Das Pusten mit dem Blasebalg erfordert einige Übung, nicht nur Kleinere schaffen es auf Anhieb oft nicht richtig.

Preis: Etwa 30,00 Euro.
Spieler: 2 bis 4.
Alter: eher ab Schulbeginn bei familiärer Mithilfe. 5-Jährige (Verlagsempfehlung) sind allein überfordert.
Dauer: 20 bis 40 Minuten.
Verlag: Haba.

Giro Galoppo

Familienspiele Test

Rückwärtsreiten. Hier muss man seine knappen Karten von eins bis sechs sehr gezielt einsetzen. Weil aber auch die anderen taktieren, können Pferd und Reiter trotz aller Überlegungen an Hindernissen hängenbleiben, schlimmstenfalls sogar Feld für Feld rückwärtsgehen. Liebevoll gestaltetes Material mit echten Hindernissen, variable Rennbahn. Am übersichtlichsten zu dritt oder viert. Kleinere können einfacher spielen. Nominiert zum Kinderspiel des Jahres 2006.

test-Kommentar: Ein schneller, spannender Spaß mit einfachen Regeln. Erwachsene können selbst bei intensivem Mitdenken zum Schluss hinterherhinken. Vor allem kleine Pferdenärrinnen lassen Ross und Reiter gerne fern aller Regeln einfach so über Gräben und Hürden springen.

Preis: Etwa 26,00 Euro.
Spieler: 2 bis 5.
Alter: ab 6 Jahre.
Dauer: ca. 20 Minuten.
Verlag: Selecta.

Los Mampfos

Familienspiele Test

Arschkarten für die Esel. Füttern und verdauen ist das Motto dieser Memoryvariante, bei der Erwachsene als Erste den Überblick verlieren. Große Holzesel werden mit bunten Hafertalern gefüttert und müssen bei jedem Zug ein paar Felder weiter. Gut, wenn man sich merkt, welcher Esel wie viele Taler welcher Farbe verspeist hat. Darauf kommt es an, wenn ein Esel den Schwanz hebt und die Taler wieder herauskommen. Wer richtig rät, bekommt alle Taler dieser Farbe – oder nur einen Teil, wenn auch andere auf diese Farbe gesetzt haben. Richtige Verlierer sind selten, meist gibt es auch ohne Taktik Taler. Nominiert zum Kinderspiel des Jahres 2006.

test-Kommentar: Flott, kommunikativ, mit einfachen Regeln. Dass die Esel so bunt-produktiv ihre Schwänze heben, begeistert die Kinder. Ganz nebenbei lernen sie Zahlen, Buchstaben, Farben, Mengen und Konzentration.

Preis: Etwa 30,00 Euro.
Spieler: 2 bis 5.
Alter: ab 6 Jahre.
Dauer: 20 bis 30 Minuten.
Verlag: Zoch.

Nacht der Magier

Familienspiele Test

Feuerzauber. Hier faszinieren schon die schönen soliden Spielfiguren und das grafische Nachtambiente inklusive fluoreszierender Teile. Die bringt man unter einer Lampe zum Leuchten, denn es wird im Dunklen gespielt. Dann lodert die Flamme und die hölzernen Kessel leuchten, die die Spieler als Magier in den hellen Feuerring zu schieben versuchen. Dann hört man nur am Klicken und Klacken, dass beim Schieben wieder etwas über den Rand des erhöhten Spielfelds gefallen und damit ein Zug beendet ist. Nun versucht der nächste Magier, seinen Holzkessel im Dunklen zu verschieben. Bis wieder etwas fällt – aber dann doch nach einigem Schieben ein leuchtender Kessel im Feuerring steht. Nominiert zum Kinderspiel des Jahres 2006.

test-Kommentar: Ruhig, konzentriert und fasziniert – so sitzen hier auch Zappelphilippe, wenns im Dunklen klickt und klackt und leuchtende Figuren hin- und her geschoben werden. Etwas Geschick ist aber nötig. Eine originelle Spielidee, nicht nur für Kinder um den Schulanfang herum.

Preis: Etwa 40,00 Euro.
Spieler: 2 bis 4.
Alter: ab 6 Jahre.
Dauer: 10 bis 20 Minuten.
Verlag: Drei Magier.

Piratissimo

Familienspiele Test

Schiffe versenken. Segelboote schippern von Insel zu Insel, wo sie mit etwas Glück auf Schatzkisten treffen. Bevor die Piraten die Schätze einsacken, sollten sie einen kühlen Kopf bewahren. Denn ein überladener Kahn kippt und die Ladung landet im Wasser statt im sicheren Hafen. Schiffe sinken auch, wenn man bei einer Insel ungeplant zu viele Schätze aufladen muss oder neidische Mitspieler welche abladen. Pech auch, wenn der – meist recht sanfte – Wirbelsturm die Position der Schiffe und damit sämtliche Kalkulationen ändert. Eher geruhsam ist der Seegang bei nur zwei Schiffen. Nominiert zum Kinderspiel des Jahres 2006.

test-Kommentar: Eine nette Spielgeschichte mit schönem Material, ein bisschen Taktik, viel Glück und gelegentlichem Ärger. Vor allem für Familien mit Kindern ab 6 Jahren. Für kleinere gibt es einfachere Regeln. Etwa ab 10 Jahren nicht mehr spannend genug.

Preis: Etwa 26,00 Euro.
Spieler: 2 bis 4.
Alter: ab 6 Jahre.
Dauer: ca. 30 Minuten.
Verlag: Selecta.

Von 0 auf 100

Familienspiele Test

Lauter kleine Schumis. Von 0 auf 100 – so schnell gehts nicht bei jedem Fahrer. Dabei darf jeder jedes Rennauto bewegen. Welche Farbe zu wem gehört, stellt sich manchmal erst hinter der Ziellinie heraus. Da kann man schon mal Konkurrenten, die man nicht erkennt, ungewollt schneller voranbringen. Oder andere gezielt auf einen Ölfleck schicken, wo sie rückwärtsrutschen. Dass der eigene Renner an anderen vorbeirauscht, erfordert mehr Vorausdenken, als man diesem harmlos aussehenden Spiel mit Holzautos anfangs ansieht. Schön: Die immer wieder anders zusammengesetzte Rennbahn.

test-Kommentar: Hier brausen und schlittern künftige Rennfahrer, die jetzt schon ein wenig Taktik und Bluffen üben. Übersichtlich, schnell erklärt und gespielt, schöne Atmosphäre und liebevolle grafische Details. Gut auch für Familienrunden. Jüngere ab etwa 5 Jahren können nach einfacheren Regeln um die Wette sausen.

Preis: Etwa 15,00 Euro.
Spieler: 2 bis 5.
Alter: ab 6 Jahre.
Dauer: ca. 20 Minuten.
Verlag: Haba.

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